VIII.
Die Jtalmi kr flrinftaatfii.
l. Zeigten.
Unter allen Heinern SSöHern hat ftd> bas belgifcßc tt»citaus
am bebeutenbften unb sahlreicßften eingeftellt, Inas eS freieiner
StaatSunterftüßung »erbantt, non ber man in ®eutfchlanb
uoeß nicht ben geringften Söcgriff hat, ba nicht tneuiger
als breißig ber bebeutenbften Silber 311m weitaus größten Steile
bem Staat, bann bem Äönig unb einigen ftäbtifcßcu fDlufeen
gehören. 2>ie Selgier haben eS, außer etwa noch ben ftammoerwanbten
ßollüubern, allein in ber Secßnif ju einer jiemlid?
felbftänbigen Schule gebracht, bic fich am dnbe bod) noch mehr
an bie eigenen alten Ueberlieferungen, als an frembe anlehnt. 3m
Ucbrigen jeigen fie bie cigenthümlichfte ÜDtifcßung non beutfeßen
unb franjöfifcßeu geiftigen Elementen unb ßinflüffen. — 3)nrcßauS
oorberrfchenb ift nur bie beutfeße auf ber Feinheit beS
Familienlebens bafirenbe SÖeltanfchauung. JllleS ülnbere ift
aber fo burcheiuanber gemifeßt unb gerüttelt, baß man oft in
einem Silbe biefe beutfd)e familienhaft ehrbare, hoch ft bürgerließe
Jrabition, bic in ihrer achtbaren, aber etwas pßantafietofen,
nüchternen 3lrt felbft uns noch ein wenig pßiliftröS erfeßeint
mit ganj franjoftfeßer ober audj feierlicher oan (Ftiffcßcr, ein
anberSmal gar mit flotter SubenS’fcßer £ecßnif gepaart finbet.
Sin Seifpiel ber elfteren gibt ber berühmte Stobemaler SteeoenS,