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Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

Die üalitnifdjc ®alcm. 
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§immel unb ©rbe etwa 3Dtaten§tt>ürbigc» geben möchte. — Siefe 
faulen ©täbter haben baS fcfeönfte ©oltsleben, bie feerrlicfefte 
Sanbfcfeaft um firf? unb boefe ift ihre ©cfeilberung beS ©inen 
wie beg 2lnbern erbärmlich. Safe fo ein hungriger ©ignor 
gittere bag ÄaffeebauS, wo er bie halbe 3eü feineg SebenS 
jubringt, Derliefee unb aufg 2anb ginge, wie bie Seutfdfeen, 
um bas ©ine unb bag Slnbere an ber Quelle ju ftubiren, ja 
felbft nur bag, mag er Don 3Soltgteben in fRom ober fReapel 
alle Sage Dor ber ÜRafe hat, orbentlidh anfähe, bag fällt ihm 
nicht ein, fämmtliche italienifcfee ©dfeilberungen biefer 21rt wie-, 
gen nicht ein Sitb Don ißaffini auf. Sie Sanbfcfeaft DollenbS 
mirb im fchönften Sanb ber üßelt nur ganj conbcntionell ge; 
malt unb ebenfalls nur befehalb, meil eg ben §erm offenbar 
jumiber ift, im freien bei ©onnenfeifee unb SlbenbEüfele nach 
ber 9!atur ju ftubiren. SBeitauS ben meiften ©ilbern merlt 
man überhaupt nichts fo an, als bafe ber ©erfertiger eg !aum 
ermarten tonnte, big er mit ber ättelierbloufe auch ben ÜRater 
mieber an ben fRagel hängen tonnte. — ©S tfeut mir leib, bafe 
ich ben Äünftlern einer fo fm^&egabten Dlation nichts SeffereS 
nachfagen tann, um fo mehr, als biefelbe unfere ©erbünbete 
ift, menigftenS fein füllte. 3lber ihre geiftige ülbhängigteit oon 
ben fo oiel rührigeren granjofen jeigt fiefe überall, ja feie ift 
wo möglich noch gröfeer geworben. 2luS ber geiftigen Slbfeängig; 
teit geht aber bie politifche nur ju leicht heruor unb fo bürfen 
auch mir unS barauf gefafet machen, in ben Italienern, roie 
fich biefe fefeon 1870 gejeigt, nichts weniger als guoerläffige 
greunbe ;u befifeen, fo münfehensmerth biefe auch für unt> 
noch üiel mehr für fie felber märe, ©on jenem ftol}en männ; 
(ich eblen ©eift eines Sllfieri, bem reichen eines 2läeglio, bem 
tief humanen unb gefühlvollen beS äRanjoni habe ich wenig; 
ftenS in ihrer Äunft nicht Diele Spuren entbeefen tonnen. 
©inselne aber boeb, mir wollen alfo nicht jebe Hoffnung 
aufgeben, wenn auch »ertagen. 
Natürlich machte fich bie gewöhnliche italienifcfee Unorbnung 
auch hier mieber fühlbar, fo war jwar Wohl enblich ein Äatalog 
Dorfeanben, aber, obwohl ihre üluSftellung fefeon minbeftenS Dier= 
jefen Sage eröffnet unb Wir in ber fDlitte beS 3uai ftunben, fo 
fafe man nicht einmal Slummem an ben ©ilbem, ober wo
	        
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