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Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

Die fritnjö|tfd)e Jtalerri. 
3J)te alte ©ef*icfli*feit, einen überaus blenbenben Gin= 
bvud ju ma*en, bewährt feie fran}ofif*e Äunft au* heute 
mieber. Um fo mcbr als fie in einer SBeife gewählt unb jehm 
mal gefi*tet auf ben Sampfplafc tritt, Bon ber mir, bie eigent= 
li* faft Riemanb jurüdmiefen, ganj auherorbentli* entfernt 
finb. SaS Bornehme 2luSfehen ber franjofifcben Säle banten 
fie BorjugStneife biefer ftrengen SluSmabl na*ft bem f*on cr= 
malmten programmroibrigen 3 ur üdgreifen ai *f ^ re dlteften unb 
berühmteren OJleifter. 
«Bon ben auSgeftellten 657 Oelbilbern gehört ein gutes 
drittel ber Regierung, bie ja ni*t nur jebeSmal eine 2lnjahl 
ber beften Silber aus bem Salon lauft, fonbern beren febeS 
Slinifterium au* alljährli* eine gute 3 a hl ^ei ben Zünftlern 
beftellt. S)ie f)ier befinbli*en roaren meiftenS im Supemburg 
ober anbern Sammlungen, ftellen alfo fo jiemlid) ba» Sefte 
bar, maS feit ein paar 3iabrjefmten in ber ungeheuren Srobuftion 
5ranfrei*S überhaupt geleiftet roorben, laffen faft feinen be= 
rühmten Rainen fehlen, mäbrenb mir meber S*minb no* Rott« 
mann, meber Äaulba* no* Sdptorr ober §efi, SOlenjel nur in 
einem feiner f*ma*ften Silber befifcen, alfo eines guten 3*«^ 
gerabe beS Seften, maS mir herborgebra*t, um fo mehr bur*‘ 
aus entbehren, als baS Silberfaufen ober SefteUen bis in bte 
neuefte 3eit befanntli* überhaupt ni*t im entfernteren ju ben 
Übeln ©eroofmbeiten beutf*er Regierungen gehörte. Gben be| f
	        
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