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MAK

Full text : Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

$te  frtmjbfxfrfie  9)Ioleret.

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ungebeuerlicbften  toben;  ich  fann  bann  allmalig  berabfteigenb
bocb  etwas  befriebigenber  fcbtiepen.
gm  ^weiten  frappirt  uns  unter  ben  großen  Silbern  —  benn
»on  bem  ©tpl  =  Unterfcfeteb  jWifchen  Siftorie  unb  ©enre  ift  .  bei
ihnen  faft  noch  weniger  511  fpüren  als  bei  uns  —  sunücbft  eine
foloffale  £einmanb  »on  ©iraub,  bie  un§  baS  erbauliche  unb
unter  ben  granjofen  fo  beliebte  Sfbema  eines  SflaPenmarfteS,
biepmal  in  antifen  ©oftümen  »erführt.  $ap  bie  galantere
Station  babei  baS  SSDeib  in  feiner  tiefften  ©rniebriguug,  lebiglieh
  als  Sache  betrachtet  liebt,  febeint  feiner  ju  fühlen.  Sief?
gefd?iebt  benn  aud)  bier  mit  einer  baarftrüubenben  Srutalitöt,
welche  bureb  bie  unläugbare  SRcifterfcbaft  nur  um  fo  beleibigenber
  wirft,  ©in  ctmifcb  erfunbener  oornebmer  junger  fjerr,
in  bäplich  blauer  Soga,  fifet  mit  über  einanber  gefcblagenen
Seinen  auf  ber  ^Plattform  eines  ßaufeS,  oon  bem  man  bie
berrlichfte  SluSfidit  auf  Morn  ober  fonft  eine  antife  Stabt  bat.
gbm  gegenüber  bie  pm  .«auf  angebotene  Sßaarc,  ein  halb
Supenb  weifje  unb  braune  SMbcben,  »on  benen  ber  .jjünblet,
ein  alter  Spittbube,  gan-i  in  ber  Slrt  unferer  Sftofetäufcber,  eben
bie  fchönfte  bem  fie  mit  gläfernen  Slidfen  Stuftarrenben  »orfübrt.
Sic  Slermfte  fenft  baS  §aupt  bei  feiner  Unterfuchung  mit  einem
biepmal  natürlich  gegebenen  IReft  »on  Scham,  wäbratb  bie  2lnbeim
  hinter  ihr  im  ©egentbeit  feine  Stuf  mer  ff  am  feit  auf  fich  p
lenfen  fuchen,  ba  er  bod)  wenigftenS  jung  unb  bübfcb  ift  unb
baber  alte  fofettiren.
gd?  Wüftte  benn  and?  wirflidi  nicht,  bap  ich  eine  entmür«
bigenbere  Scene  mit  grßfterer  faltblütiger  Sraoour  gemalt  gefehen
  hätte!  Sieben  biefer  moralifchen  Sortur  ift  Slntigna'S  3lrbeiterfamilie,
  bie  in  ©efabr  ift,  p  »erbrennen,  unb  beim  Oeffnen
  ber  Spüre  bie  Siebenftube  fd>on  in  glammen  fiebt,  bie
grau  nun  bie  Äinber  aufwedt,  mübrcrtb  ber  SJtann  put  ®acbfenfter
  hinaus  um  §ilfe  fdrreit,  faft  eine  ßrleicbterung,  um  fo
mehr,  als  bie  SStenfcben  in  ihrer  SEobesangft  wahr  empfunben
finb  unb  ftch  bod?  wenigftenS  genug  lieben,  um  ficb  nicht  p
»ertaffen  in  ber  Siotb.
Sind?  ©ueSnets  SJtajeppa,  wie  er  eben  aufs  Sferb  gebum
ben  wirb,  erfchcint  einem  in  feiner  heiteren  glühenden  garbe,
bie  auSfiebt,  als  batte  ber  SJialer  eine  ^pchjeit  malen  Wollen,
            
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