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MAK

Full text : Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

Sie  ftntijS(ifd)C  'Btalerei.

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gleiten  fid)  eines  betn  anbern  fo  aufs  £>aar,  bafs  er  beffer
thäte,  fie  gleich  ju  ftereottjpiren.  —  Slllerliebft  hübfd)  fofett  ift
eine  italienifcbe  SRutter  mit  ihrem  nactten  SRäbchen  Bon  S8ouguerau,
  unb  „bretonifche  Sdhneiberinnen"  auf  ber  Stör,  Bon  Araber,
haben  fogar  echtes!  frifdjeS  [Raturgefühl.  5Ro«4>  mehr  beffelhert
geigt  ein  „[Reßerenb"  Bon  [©aillarb,  wo  ber  geiftliihe  ®ünfel
überaus  fein  auSgefprochen,  unb  bei  einem  Sßortrait  Bon
Sanbelle,  einer  Spanierin  ift  wenigftenS  baS  Äolettiren  echt.
3)ief?  unb  bie  Frechheit  geben  auch  [RopbetS  nactter  DbaliSle  mit
einem  ßunucbeu,  ben  fie  netft,  ihr  ißilanteS.  [Roch  frappanter
unb  plaftifdjer  ift  ein  ißage  mit  jwei  ipunben  Bon  bemfetben.
3lud»  eine  niolinfpietenbe  [Römerin  Bon  2Raillart,  unb  ein  orientalifcher
  $nabe  oon  6h*  ÜRüIler  gefallen  burcb  bie  3 art heit
beS  $onS  unb  2luSbrudS.  [Reben  alt  biefer  mehr  ober  »eniger
parfumirten  2Renf<bheit  fieht  freilich  3Rtllet8  Sämann  granbioS
unb  mahr  jugleich  auS,  obgleich  ebenfo  menig  unbefangen  als
alle  anbern,  bie  eben  hoch  immer  ju  fragen  fcbeinen:  „2Bie  febe
ich  aus?"  6ben  biefer  ercig  wieberfehrenben  [frage  halber  mujj
einem  biefe  franjofifche  Äunft  halb  jumiberer  werben  als  jebe
anbere,  felbft  ohne  bie  eintönige  immerwährenbe  Slbwecbfelung
jtoifchen  i8orbell=  unb  SSlutgeruch,  bie  einen  halb  jebe  Hoffnung
für  biefe  [Ration  aufgeben  (offen.  9Ran  wirb  nie  fo  itolj  auf
bie  eigene,  als  im  penetranten  SSermefungSbuft  biefer  Säle,  ba
wirb  einem  felbft  fo  manche  gcfunbe  (Sfelei  ber  unferen  faft
ehrwürbig.
            
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