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MAK

Full text : Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

I.
(Dejireid).

l.

®  t  tt  I  e  11  u  n  g.
Sie  oberfläd^Iid^fte  Umfd>au  jeigt  uns  halb,  wie  auch  heute,
ja  noch  mehr  als  in  5ßariS,  in  ber  Äunftinbuftrie  »or  allen
Seutfdjen  bie  Deftreidwr  »eitaug  am  meiften  teiften,  allein
SleueS  unb  eigentümliches,  ja  fogar  einen  felbftänbigen  <Stpl
erjeugt  haben.  SEBir  fahen  übcrbiefs  fdgon  in  ber  Ginleitung,
wie  burcb  bie  ungeheure  architeftonifcbe  Gntwicflung  »eranlafct,
ftch  in  SSÖien  bie  Sebingungen  jur  Gntftefmng  einer  folgen
naturmüchfigen  Äunftinbuftrie  jufammenfanben.  Ohne  jene,  baS
fann  feinem  3twetfel  unterliegen,  Wäre  niemals  geleiftet  worben,-WaS
  wir  jejst  mit  SSergnügen  unb  Sefriebigung  gewahren.
8u  jener  großen  baulichen  Shätigfeit  als  SSajiS  fommen
aber  bod?  audh  mancherlei  anbere  Urfacben  noch  förbernb  baju.
Sunachft  baS  angebome  ©efchict  beS  SBolfSftammeS,  ber  nun
einmal  feiner  heiteren  finnlichen  9fatur  jufolge  an  alter  3Serjierung
  feine  ffreube  hat  unb  ber  freigebig,  ja  »erfd?wenberifch
  oon  fjaufe  aus,  auch  geneigt  war,  fidf  baS  ju  erwerhen,
Was  ihm  bie  junge  3 nbu ftrie  brachte.  9Iber  auch  biefs  hätte
nicht  auSgereicht  ohne  bie  langfame  Grwecfung  beS  »ienerifchen
©elbftgefühlS,  beS  3utrauenS  in  bie  eigene  .traft.  Senn  auch
            
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