Ceftreid).
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SNafje ftattfanb, bte SRacbt beg beutfchen ©lementg nur fehr
ftärfen tann, bag liegt auf ber §anb unb würbe ohne eine
gewiffe auffallenb häufig erfcheinenbe gutmütige ©harafter:
fchwftdhe beffelben noch fiel mefw ber ffall fein.
3.
Sie SJlarotjmnem.
33om ®ru<fer fommt mau junädhft auf ben Vuchbinber.
§ier ftnb in erfter Sink bie Arbeiten beg trefflichen ©roner,
beffen 2ltbumg ohne fo pifant ju fein ate bie ßlein’fdhen, bod;
febr elegant fowofü in ber Seberarbeit als in ben 2Jleffing= unb
fonftigen Verzierungen gearbeitet finb, unb einen feinen Farben;
finn zeigen. — Sludh Vollinger in SBien u. a. nt., 3pla in
Vilfen haben gute Sachen.
3n biefent ©ebiet ber ©inbünbe tommen wir unmittelbar
auf eine ber glänzenbften Seiten ber ßftreicbifdwn Äunftinbuftrie,
auf bie berühmten £eber= ober SOtaroquineriearbeiten, bie fid?
ja »orjuggweife auch mit ben üllbumg aller Slrten, Etappen,
ßtuig, 9teceffaireg, ©inrahmungen befaffen, unb alle möglichen
ÜDlaterialien wie technifcben Verfahren babei in ülnwenbung
bringen, fo bah man biefe ißrobuttion alg eine ber complicir=
teften bezeichnen lann.
©he i<h hi« bie Ütufzählung ber einzelnen ©tabliffementg
beginne, fehe ich mich fofort zu einer allgemeinen Vemerfung
genötigt. dämlich, bah wenn ber ©influjj unferer SlrchiteCtur
auf bie ^unftinbuftrie ein auffallenb grober ift, befonberg wo
er in bie beforatiöe 5ßlaftiE auglüuft, ber unferer SRalerei noch
ganz auöitehmenb ju Wünfcben übrig läht. iRicht nur ift bie
Sietorationgmalerei in unferer ganzen Vaulunft weitaug ber
fchwüchfte Vunlt — fonbent auch bie ©mait, Vlumem unb
fonftige ÜRalerei, auf ©lag wie auf Vot-jeUan läht, befonberg
wo fie ing ©ebiet beg {figürlichen fömmt, aber auch fdjon bei
Sanbfchaften unb Vlumen ffarbenfinn, wie Schönheit unb
Seichtigfeit beg Vortragg in gleich hohem ÜDtabe zu Wünfchen
$ ec §t/ Äunft unb Äunftinbuftrie. ]0