MAK

Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

II. 
Das kutfdje töeidj. 
l. 
Einleitung. 2>ie gra^ifdjcn fünfte. 
Gs ift redjt gut, wenn man bei Singen, bie einem ein 
mal recht contre coeur geben, abwartet, big man fieb etwas 
beruhigt bat. — So mit unferet funftiubuftrie, an ber icb 
lange mit jener 2trt bon böfem ©ewiffen borüberging, bie man 
immer bat, wenn man einer unangenehmen ülufgabe [ich jo 
lange als möglich cntjieht, felbft wenn man bereit fiöfung über 
fürs ober lang eben hoch unternehmen muf;. 
GS fßmmt aber auch alles pfammen, um fie wiberwärtig 
SU machen. Sunädhft bafi uns bie ©eneralbireftion, beren Sym 
pathien nun einmal entfd)ieben ben granjofen pgewanbt fcheinen, 
fehr auffallcnb im SHaurn gegen jene berfürjte, fo baji wir trotj 
ungeheurer Slnnejbauten immer noch fo fürchterlich auf einanber 
gebrängt linb, baf; faft nicht» ju orbentlicher äBirfung fömmt, 
jebe Stube ber ^Betrachtung unmöglich wirb. Slber baS hätte ja 
burch biefe foloffalen Slnneye, bie bem beutfchen Steich fo biel 
©elb foften folleu, befeitigt werben tonnen. Siefe finb aber, 
wie ich fchon mehrfach erwähnt, fo unglübtlich ausgefallen, haben 
für ben tBefchauer fo unausftehliche ©igenfdjaften, bafi ber un= 
geheure Dieichtbum, ber in ihnen aufgefcbiditet ift, gerabeju ber-- 
loren geht. 3>ch habe nie eine fo bollfommene SJtifhung bon
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.