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Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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SBicit unb feine fiunfl. 
braudft, ben bebagtiten, rooI)If)äbigen, flotten, mehr berb lebenS* 
luftigen al§ auf geinbeiten auggepenben ©barafter ihrer 93e* 
mobner in feinen oft übermäßig ftarten ffkofilirungen, ben lieber* 
flup »on jtoar feiten ober nie mit großer geinbeit, immer aber 
mit einer getoiffen finnlicben Ueppigleit angeführten, el;er über* 
treibenben als oornebm jurüdbaltenben Drnamentif fo überaus 
beutlit autjuprägen, bap man ibn amb leinen Eugenblid jn 
»ertennen im Staube ift. 
SJBenn man ben troftlofen 3uftA"b ber Erd)ite!tur in fffiien 
big sunt gapre 1848 lennt unb nun fiebt, wie biefelbe Stabt 
bnrd) folcbe Seiftungen fit an bie Spipe aller arebiteftonifeben 
Seftrebungen ber Slenjeit geftellt bat, benn bie fßarifer beS 
Gmpire finb nicht entfernt fo eigentümlich 'ftöpferift, fo mup 
man fagen, bap hier eine fo organifdje £unft* unb Stplent* 
roidlung ftattgefunben, wie mir fie bisher in Seutftlaub, in 
biefent gabrbunbert menigften» nie gehabt. 
Sie mar »on ben meitreicbenbften unb glüdlitften golgeu. 
Senn burdb bie überaus reite Einführung ber ©ebäube, bei 
benen gerabe fo grope Ercbitelten mie Raufen, gerftel, »au ber 
Diüll eS nicht »erftmäpten, jebe SCfjilrtlinbe unb feben Stuhl 
beä EmeublcmentS felber ju jeiebnen, um ipn mit bem ©anjen 
in Harmonie 311 bringen, bilbete fit sunütft eine grope Stute 
ber »ortrcfflicpften Äunfthaubmerter, SctorationSbilbpauer unb 
fötaler, Sau* unb fötöbeltiftler, Stlcffer, Sronjearbeiter 2C., 
bie fit alle biefelben Stnlprincipien aneigneten. 
3bnen folgte halb baS entferntere Jt’unftgemerbe, ja felbft 
eingelne ©ropiubuftrieen, mie bie gropen iBronjc* unb ©lag* 
maarenfabrifanten, ^»ollenbat für gröpere, §anuft unb Sjieb* 
äiuStp für Heinere Skoujearbeiten, Sobmepr, beffen mit llaffi* 
fter geinpeit gejeitnete unb auSgefübrte ©läfer halb gropen 
Stuf aut im Euglanb erlangten; bie »on Seppiteu unb fötöbel* 
ftoffen aller Ert, au ihrer Spipe bie berühmte ^aaS’ftr gabril, 
©iani u. a. m., nitt minber bie gabrifanten »on Sapeten, 
Silberarbeiten, pötft auSgejeitnete gumeliere mie Stajersborfer, 
bie berühmten SBieuer fötaroquinerien »on Allein u. a. m., 
neben einer Uujabl »on fonftigen SelorationStünftlern aller Ert, 
fötalem, ^oljftnipern, Gifeleuren unb Gmailleuren, fßergol* 
bern, SSudjbinbern, mie fie für bie Skbürfniffe ber aufS luyu* 
■URanUBMHMHIMI '■ • .
	        
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