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Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

XI. 
S’djluß. 
2Jlan erfährt eg täglich unb fann eg tooc£> nie reiht faffen, 
»ie bie Grfütlung ein fo ganj anbere» Slntlifc bat, aig i^re 
©djwefter, bie §offnung. ©ie ift fo oiel jünger unb fieijt bodj 
»eit älter aug, — f)at fo oiel beftimmterc, fcfjärfer marfirte 
3üge, bie fo fonberbar abftecben gegen jener fröfjlicbeg Jünber? 
gefict)t! 
Unb boch fönnen »ir biejjmal »eit jufriebener oon ber 
et»ag fparfamen ®ame beimfebren, aig feinerjeit in ißarig. — 
3Bie fie ung reifer bebaut in biefen fecbS fahren aig fonft in 
ebenfooiel ^abrbunberten, fo bat fie ung felbft auf bent für 
ung febr 5»eifelbaften Kampfplage in 3Bien ihre @unft nicht 
endogen. — 3«» erftenmaie finb »ir hier aig ein großes 
mäd)tigeg, ben beften gleichberechtigtes 3Sol£ auf bem 2Belt= 
theater erfäuenen, ja oergIi<ben mit bem, »ag »ir noeb Por 
fechS fahren »aren, aig bag jufunftoollfte oon allen. $enn 
leine anbere Nation fann fich fo foloffalen fyortfcbtittg rühmen. — 
.Keiner bleibt aber auch noch fo oiel ju tgun übrig, um bag 
ßigene ju entwicfeln. SBer freilich nichts Gfigeneg bat, fängt 
gewöhnlich lieber gleich gar nicht an. 
@g ift aber aueb nicht fcb»er, bie Sfebingungen fennen ju 
lernen, an bie nnfer fyortfehritt gefnüpft ift, fie finb im Krater 
flar genug ju ertenneu. 
iBor allem bie, nicht auf halbem SBege ftehen ju blei= 
ben, raie fo oft in unferer ©efebidüe ber galt »ar. Sag ift 
in ber Kunft unb Snbuftrie oerbeoblich wie in ber ißolitif.
	        
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