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Full text: Herrn Biedermeiers Wunschbillet

176 DIE VIER TAGESZEITEN, EIN PRESENT, 1810—1820 
Bez.: Wien, bei Adamek, Nr. 33, 21,6 : 21 cm bzw. 10 : 7,5 cm 
Der Morgen — Ein Jüngling in griechischem Gewand, der Blumen gießt: 
„Mit dem ersten Morgenstrahle, / Steht Dein holdes Bild vor mir.“ 
Nach dem ersten Öffnen der Klappen: 
Der Mittag — derselbe Jüngling beim Mahle: 
„Bey dem ländlich frohen Mahle, / Wünsch ich Dich zur Seite mir.“ 
Nach dem Öffnen der nächsten Klappe: Der Abend: 
„In die Töne meiner Leyer, / Klingt von Dir mein Abendlied; / Bis die Nacht 
mit ihrem Schleyer, / Meine Augen überzieht.“ 
Im Innersten des Blattes: Die Nacht: 
„Dann träum’ ich Großmogol zu sein, / Thron, Schätze, Juwellen sind mein; / 
Doch bring ich’s zum Opfer dir hin, / Erwach ich; — der Traum ist dahin: / Der 
einzige Wunsch für dein Glück, / Bleibt ewig im Herzen zurück.“ 
Lit.: Von zur Westen, S. 40 
K. I.: 8778/8 
177 DEN BRIEF APPORTIERENDER PUDEL, UM 1820 
Ohne Bezeichnung und Nummer, Papierrelief auf Glanzpapier, mit aufgekleb 
tem, auseinanderklappbaren Brief. 6,2 : 8,5 cm 
Im Brief steht: „1000 Glück zu diesem Fest, / Alles Gute was sich — Wünschen 
läßt.“ 
K. I.: 8770/7 
178 FALTKARTE IN FORM EINES BRIEFUMSCHLAGES, 1820—1830 
Ohne Verlag und Nummer, 15 : 15,5 cm 
In der Mitte: Liebespaar in der Gartenlaube; seitlich: turtelnde Tauben und in- 
einandergeflochtene Kränze: 
„Wohl hie und da ruht sichs zufrieden / Am klaren Bach im Schattenhain / 
Doch wahrlich besser noch hienieden, / Ruht man in Arm der Lieb allein / Hier 
schwinden alle Kümmernisse / Versüßt wird jeder Augenblick, / Man achtet keine 
Hindernisse, / Und lebet nur zu seinem Glück.“ 
K. I.: 8759/5 
179 GLÜCKWUNSCHKARTE AUF FALTPAPIER AUFGEKLEBT, GEGEN 1830 
Ohne Verlag und Nummer, 18,5 : 13,5 cm 
Geprägte Metallfolienumrahmungen. 
Supraporte: „Aus guten Herzen bring ich Dir Dieß kleine Angedenken hier.“ 
Im zentralen Bild ein galantes Paar. 
Darunter: „Mein Herz, daß Du verkennest / O Freund, es bleibt doch Dein / 
Das Herz, das für Dich brennet / Wird niemals treulos seyn.“ 
K. I.: 8764/4 
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