Der Stil.
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auch hier das Bestreben, dieses Ziel
rascher zu erreichen als es bisher dei Fall
war; und darum wird die Welt bald und
selbst überrascht dort anlangen.
Solche Anschauungen bedingen, dass
von der Wahl eines Stiles als Unterlage
einer modernen baukünstlerischen Schöpfung
nie die Rede sein kann, sondern dass der
Architekt trachten muss, Neuformen zu
bilden oder jene Formen, welche sich am
leichtesten unseren modernen Construc-
tionen und Bedürfnissen fügen, also schon
so der Wahrheit am besten entsprechen,
fortzubilden.
Der Architekt möge daher in die volle
Schatzkammer der Ueberlieferung greifen,
das Gewählte aber nicht copiren, sondern
durch Neugestaltung seinen Zwecken an
passen.
Dass dieses Fortbilden, wie schon er
wähnt, nur successive geschehen kann, dass
es hiezu der Anregung und Mithilfe der
Mitwelt bedarf, ist wohl selbstredend.
Prüft man aber unbefangenen Auges,
wie sichs allerorten regt, wie die Künstler
sich mühen, neue Schönheitsideale zu
bilden, und überblickt man das heute
schon Gewordene, so wird man überzeugt
werden müssen, dass zwischen der Mo
derne und der Renaissance heute
schon eine grössere Kluft liegt, als
zwischen der Renaissance und dei
Antike.