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Die Composition.
Das Nachäffen unsymmetrischer Bau
werke, oder ein absichtlich unsymmetrisches
Componiren, um eine angeblich malerische
Wirkung zu erzielen, sind ganz verwerflich;
haben doch alle diesbezüglichen alten Vor
bilder nur darin ihre Entstehungsursache,
dass spätere Generationen eine successive
räumliche Veränderung anstrebten, welche
die Asymmetrie mit sich brachte. Nie
und nimmer ist jedoch darin Absichtliches
zu erblicken.
pm grosses Gewicht hat der componi-
-L^ rende Architekt auf die perspectivische
Wirkung zu legen, das heisst, er muss Sil
houette, Massenvertheilung, Gesimsausla
dungen, Verschneidungen, die Plastik der
Profile und Ornamente etc. so anordnen,
dass sie von Einem Schaupunkte aus in
richtiger Betonung erscheinen. Dieser Punkt
wird natürlich immer derjenige ^ein, von
welchem aus das Werk am häufigsten,
leichtesten und natürlichsten betrachtet
werden kann. Fast jedes Kunstdenkmal
zeigt, welch’ grossen Werth ihre Schöpfer
auf diesen Umstand legten, ja es gibt Bei
spiele, dass Baukünstler abgegrenzte Seh-
distanzen schufen, um den Beschauer zu
zwingen, so und nicht anders ihr Werk
betrachten zu müssen. Bauwerke in schma
len Strassen müssen daher ganz anders
profihrt werden und flachere Ornamentik
und Profilirung aufweisen als solche in
weiteren Strassen und auf Plätzen, oder
solche, denen eine Fernwirkung zukommt.
Ja diese Formen sind derart empfindlich,
dass mitunter Strassenerweiterungen von