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Die Composition. 
'ps ist eine dem menschlichen Empfin- 
' den eigenthümliche Eigenschaft, dass 
das Auge bei Betrachtung jedes Kunstwer 
kes einen Ruhe- oder Concentrirungspunkt 
sucht, da sonst peinliche Unsicherheit, 
ein ästhetisches Unbehagen eintritt. Dies 
wird den Baukünstler stets veranlassen, 
einen solchen Brennpunkt, auf welchen 
sich die Strahlen der Aufmerksamkeit ver 
einigen, anzuordnen. 
Die fehlende Betonung der Mitte, be 
ziehungsweise Achse eines Platzes, eines 
grösseren Bauwerkes oder Raumes, die in 
ein Nichts verlaufende Perspective einer 
Strasse, alles ungerechtfertigt Unsym 
metrische etc. gehören zu diesen Fehlern, 
weil, sie obiger Forderung nicht genügen! 
jj^ine die baukünstlerische Composition 
noc h stärker beeinflussende und wich 
tige menschliche Eigenthümlichkeit liegt 
im Bedürfnisse und Verlangen nach Steige 
rung der sinnlichen Effecte, nach deren 
Erfüllung erst eine höhere BefriedDun°- 
eintritt. 
Das sinnliche Aufnehmen des Eindrucks, 
den beispielsweise grosse monumentale An 
lagen machen, kann ungefähr so erklärt 
werden, dass zuerst das Allgemeinbild 
unklar erfasst wird und sich erst wenige 
Momente später Blick und Eindruck lang 
sam * auf einen Punkt concentriren, wobei 
Silhouette, Einfassung, Gesammtdisposi- 
tion etc. noch fortwirken. 
Es ist die Augenruhe eingetreten. 
Dann erst zeigt sich das Bedürfniss, 
die Wirkung der Einzeltheile und des
	        
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