MAK
VORWORT. 
ei beständigem Schaffen festiget sich 
in jedem Menschen eine Fülle von 
J J Anschauungen, sie fassen in ihm 
Wurzel und beeinflussen gleich Thesen sein 
ferneres Thun und Lassen! 
Sind seine Thaten vom Erfolge be 
gleitet, so ist anzunehmen, dass auch Andere 
diese Anschauungen theilen und dass ihnen 
didaktischer Werth inne liegt. 
Auch bei mir trifft dies zu. 
Berufen, an der ersten Kunstschule des 
Reiches das Lehramt auszuüben, fühle ich 
die Pflicht, solche Thesen zu fixiren, zu 
beweisen und zu vertheidigen, um dadurch 
den Lehrzweck zu fördern. 
Dies und der Wunsch, das Peinliche 
âllzuhäufiger Wiederholung beim Unter 
richte wenigstens theilweise einzuschränken, 
waren die erste Veranlassung^ diese Zeilen 
zu veröffentlichen. 
Ich war bemüht, in gedrängter Kürze 
all das in diese Schrift einzubeziehen, was 
ich im Laufe der Jahre an künstlerischer 
Erfahrung gesammelt, an Kunstpraxis er 
worben habe, und habe nicht unterlassen 
meiner Ueberzeugung, wie immer, so auch 
in diesem Falle vollen Ausdruck zu geben.
	        
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