Die Construction.
daher seine Anwendung und die Vervollkommnung
seiner Behandlung auch eine verschiedene.
Dies hat zur Folge, dass in bestimmten
Gegenden auch bestimmte Materialbauten
überwiegen, ein Umstand, den der
Baukünstler nie übersehen darf, weil das
anzustrebende Schönheitsideal auch »localen
Charakter« beansprucht (Ziegelrohbau, Putzbau,
Holzbau etc.)
in Umstand, welcher mit der Herstelr.
lungszeit eines Bauwerkes in engem
Zusammenhänge steht, muss hier des Besonderen
erwähnt werden, schon deshalb,
weil der grösste Theil der Bauauftraggeber,
leider nur zu oft vom Architekten selbst,
darüber irrig informirt ist. Es betrifft die
erforderliche Zeit für die graphische, künstlerische
und technische Durchbildung des
Projectes, welche dem Künstler hiefür gegönnt
ist.
Das Entstehen künstlerischer Arbeiten
beruht zum Theile auf empirischem Schaffen
und ist nur zu oft von Laune und Inspiration
abhängig, nie aber wird solche
Arbeit (weil eben auf empirische Weise
entstanden) derart fehlerlos sein, dass der
sie ausführende Künstler nicht selbst Aenderungen
(gewöhnlich wenn es zu spät ist)
als erwünscht bezeichnen könnte.
Ein mehr als genügender Zeitraum
zur graphischen Herstellung des Werkes,
wird also dem Werke selbst immer zum
Vortheile gereichen.
Bei unseren Miethhäusern, welche ihr
Dasein stets nur der Tendenz »Capitalsanlage«
verdanken, ist die Zeit, in welcher der
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