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Die Kunstpraxis.
malerischen Abwechslung brachten. An den
schönsten und geeignetsten- Punkten baute
man Schlösser, Pavillons etc.
Aus diesen durch Contrast von Natur
und Kunst entstandenen Motiven ist
durch beständige Verkleinerung und durch
Herbeizerrung von Objecten, welche weder
dem Terrain noch der Lage entsprechen,
die Caricatur des sogenannten englischen
Parks, dessen Imitation (Stadtpark in
Wien u. s. v. A.) entstanden. Seine weitere
Verkleinerung musste, wie so viele Bei
spiele zeigen, selbstredend zu völliger Lächer
lichkeit führen. Dies ist umso trauriger,
als uns die Meister der Renaissance und
hauptsächlich des Barock geradezu unüber
treffliche Vorbilder für Gartenanlagen in
der Nähe von Bauwerken als leuchtende
Beispiele hinterliessen. Sie haben uns deut
lich den richtigen Weg gezeigt, apf welchem
wir wandeln müssen, damit Bauwerk und
Gartenanlagen sich gegenseitig in ihrer
Wirkung unterstützen und ergänzen.
s ist daher nicht genug zu empfehlen,
1—' dass der Baukünstler diesbezüglich
energisch eingreife, um die thatsächlich
auf dem tiefsten Niveau stehende Garten
kunst so bald als möglich zu heben.
So wird es ihm nicht allein obliegen,
die Hauptdisposition solcher Anlagen schön-
heitlich auszugestalten, sondern er muss
auch über die Flora soweit informirt sein,
dass es ihm beim Verfassen eines solchen Pro-
jectes ein Leichtes wird, die richtige Disposi
tion von Baumgruppen,Einfassungen, Lauben,
Hecken etc. vorzunehmen; er muss über