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Full text: Blühender Jugendstil Österreich, 2: Firmen und Marken

ARGENTOR-WERKE RUST & HETZEL/ WIEN 
Vorgängerfirma: C. A. Münchmeyer & Co. 
1863 
Gründung der Firma C. A. Münchmeyer & Co. in Wien durch Carl Adalbert Münch 
meyer und Ernst Rust. 
Aufgrund des sich erweiternden Geschäftsbetriebes übernahm Münchmeyer in der Folge die 
Berliner Fabrik mit Zweigniederlassung in Paris, Emst Rust und Adolf Wilhelm Hetzet leiteten die 
Wiener Fabrik (Wien VII, Kaiserstraße 83) und deren Niederlagen in Wien VI., Mariahilferstraße 10, 
sowie Budapest, Waitznergasse 14. 
(Großindustrie Österreichs 111/1898, S. 380) 
1887 
Eintragung im Handelsregister Wien (A 15/125): 
28. 10. 1887: Firma C. A. Münchmeyer & Co. : 
Hauptniederlassung in Berlin, Zweigniederlassung in Wien 
Offene Handelsgesellschaft seit 19. April 1887. Offene Gesellschafter sind: Karl Adalbert Münch 
meyer und Georg Ferdinand Rust, beide in Berlin, zum Betriebe der fabriksmäßigen Erzeugung 
von versilberten Metallwaaren. Jedem der beiden Gesellschafter steht das Vertretungsrecht der 
Gesellschaft selbständig zu. 
Die Hauptniederlassung ist im Register für Gesellschaftsfirmen bei dem königl. Handelsgerichte 
zu Berlin B. 42 S. 176 eingetragen 
Eröffnung der Fabrik in Wien: 
Im V. Bezirke Wiens (Margareten) Ramperstorffergasse Nr. 34 wurden Fabriks-Lokalitäten gemie 
tet und eingerichtet, und am 1. April des Jahres 1887 konnte der Betrieb mit 20 Arbeitern eröffnet 
werden . . Mit der kaufmännischen und technischen Leitung wurde Herr Adolph Wilhelm Hetzet, 
der damals noch in sehr jungen Jahren stand, betraut. 
Zu jener Zeit sind in den österreichischen Metallwaren-Fabriken fast ausschließlich Artikel für 
den Hotel- und Kaffeehausbedarf erzeugt worden, während der Industriezweig, auf den sich das 
Stammhaus in Berlin verlegt hatte, in Österreich nur wenig vertreten war. Die Unternehmungen, 
die sich damit beschäftigten, führten Rohware aus Deutschland ein, um sie in Österreich zu ver 
arbeiten. Auch die neugegründete Tochteranstalt der früher genannten Metallwarenfabrik in Ber 
lin war in den ersten Monaten ihres Bestandes gezwungen, sämtliche Rohwaren aus Berlin zu be 
ziehen, aber schon nach ganz kurzer Zeit ging die Leitung zur eigenen Fabrikation über und 
konnte einen Teil des Konsums in Österreich durch selbstständige Erzeugung decken. 
(Argentor 1912, S. 10, 12) 
1888 
Erweiterung des Betriebes: 
Die Arbeitsräume, bestehend aus einem Lagerraum, Arbeitssaal, Galvanisierraum, Kontor und 
Musterzimmer erwiesen sich schon im 2ten Jahre des Bestandes als ungenügend: es mußte ein 
zweites Stockwerk zu dem ersten dazugemietet werden. Die Zahl der Arbeiter wurde nach und 
nach auf 50 vermehrt. 
(Argentor 1912, S. 12, 13) 
1889 
Errichtung eines Geschäftes für den Detailverkauf in Budapest: 
Das erste Geschäft für den Detailverkauf wurde im Jahre 1889 in Budapest in der Waitznergasse 
(Väczi utca) 11, der Hauptverkehrsstraße der ungarischen Metropole eröffnet und im Jahre 1894 
in die Waitznergasse Nr. 14, wo größere Geschäftsräume bezogen wurden, verlegt. Vier Jahre 
später erfolgte eine neuerliche Übersiedlung, als es gelungen war, ein schönes großes Ecklokal 
in derselben Straße, Waitznergasse 5 mit 6 großen Schaufenstern zu mieten. 
(Argentor 1912, S. 35) 
119
	        
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