B. BLOCH / EICHWALD UND HOHENSTEIN
Vorgängerfirmen: die Huffsky’sche (Hufsky’sche) Terrakottafabrik in Hohenstein, die
Firma Anton Tschinkel in Eichwald sowie die Meißner Ofen- und Porzellanfabrik in
Eichwald
1822
Gründung der Hufsky’schen Terrakottafabrik in Hohenstein, die später von Bernard
Bloch übernommen wurde.
(Adreßbuch Österreich 1900, S. 89. - Sprechsaal 1909, S. 586)
Der Zeit nach die erste Siderolithwaaren-Fabrik in Böhmen ist die der Firma Moritz Huffsky in Ho
henstein bei Mariaschein, bereits im Jahre 1822 von den noch lebenden Geschwistern Carl und
Friederike Huffsky gegründet, nachdem es Ersterem, seines Zeichens Porzellandreher, den die
Prosperität der damals schon bestehenden, von Eugen Leyhn errichteten Siderolithwaaren-Fa
brik in Pirna zu einer ähnlichen Unternehmung anregte, auf einer Begehung des Teplitzer Thaies
geglückt war, in den bei Preschen (Bezirk Bilin) vorfindlichen ausgedehnten Thonlagern ein hiezu
vorzüglich qualificirtes Rohmaterial zu entdecken.
(Wien 1873, Hallwich, S. 18-29)
1836
Teilnahme an der vierten öffentlichen Ausstellung der böhmischen Gewerbsprodukte
Prag 1836:
Herr Vincenz Huffsky, Terralithgeschirrfabrikant zu Hohenstein, ieitm. Kr., hat verschiedene Terra-
lithgeschirre ausgestellt. Die Terralithfabrik zu Hohenstein wurde bereits unter dem früheren Be
sitzer Herrn Karl Huffsky in Anerkennung ihrer rühmlichen, in den Berichten über die Gewerbs-
ausstellung vom Jahre 1829 und 1831 erwähnten Eigenschaften durch die silberne Medaille aus
gezeichnet, und hat sich unter dem gegenwärtigen Besitzer der erhaltenen Auszeichnung würdig
gezeigt. Unter den ausgestellten Gegenständen verdienen die zierlichen und brauchbaren Ge
schirre von glasirtem Terralith besonderes Lob.
(Prag 1836, Bericht 1837, S. 74, Nr. 44, Exp. N. 95)
1844
Teilnahme an der Gewerbe-Ausstellung in Berlin 1844:
Vincenz Huffzky, Steingutfabrikant in Hohenstein bei Teplitz.
Ein Sortiment versch. Steingutwaaren, als: Uhrgehäuse, Vasen, Brodkörbe, Cigarren= u. Eierbe
cher, Theeservice u. diverse Hausgeräthe.
(Berlin 1844, Verzeichnis, S. 162, Nr. 1801)
1862
Eintragung im Adreßbuch Böhmen 1862:
Hohenstein, Ieitm. Kr., Bez. Karbitz.
Huffky Vinc., k. k. priv. Fabrik. (Terralith=Geschirre.)
(Adreßbuch Böhmen 1862, S. 408)
1871
Eichwald: Firmengründung (wohl der Firma Tschinkel)
(Adreßbuch Keramik 1907, S. 285)
1873
Teilnahme der Firma Anton Tschinkel, Eichwald, an der Wiener Weltausstellung 1873:
Den verhältnismässig geringsten Effect erzielt die Exposition Anton Schinkei’s (sic! recte:
Tschinkel’s), welche, abgesehen von wenigen anspruchslosen Porzellanservicen, beinahe ohne
Ausnahme aus gewöhnlicher, fast nur einfärbiger, obgleich reich vergoldeter Marktwaare besteht
und nur durch einen Aufsatz in „Silberbronze“ den Beleg zu liefern scheint, die Firma vermöge
auch Gelungeneres hervorzubringen.
(Wien 1873, Hallwich, S. 25)
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