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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

Eisenbahnen und Dampfschiffahrts-Compagnien. 
Von Consul Sax mit Beiträgen des k. k. Hafencapitäns E. Florio. 
A. Eisenbahnen. 
Im Consular-Bezirke von Constantinopel befinden sich zwei 
Eisenbahnen, welche jetzt erst auf kurzen Strecken vollendet 
sind, aber nach ihrem Ausbaue voraussichtlich eine hohe Wich 
tigkeit erlangen werden: Die rumelische und die anatolische 
Bahn. 
Die erstere ist eine von der ottomanischen Regierung con- 
cessionirte Unternehmung des Freiherrn Hirsch von Gereuth, 
die zweite ist eine türkische Staatsbahn. 
Die rumelische Bahn soll die europäische Türkei in ihrer 
längsten Durchschnittslinie von S. 0. nach N. W., nämlich von 
Constantinopel bis nach Bosnien, durchziehen, wo sie durch 
die dort projectirte türkische Staatsbahn ihren Anschluss an die 
österreichisch-ungarischen Bahnen finden wird, und sie sendet 
ihre, ebenfalls von Baron Hirsch übernommenen Zweigbahnen 
von Adrianopel nach Dede-aghatsch am ägäischen Meere (bereits 
vollendet) und dem Projecte nach auch nach Burgas am schwar 
zen Meere, und soll endlich auch mit der Rustschuk-Varnaer 
Bahn und mit der eben der Vollendung nahen Üsküp-Saloniker 
Balm verbunden werden. 
Die Stationen der eröffneten Bahnstrecke sind sämmtlich 
im Bezirke von Constantinopel: Stambul (wo erst ein provisori 
scher Bahnhof besteht), Jedikule (der westlichste Stadttheil von 
Stambul), Makriköj, San Stefano (Aj Stefano), Kutschük-Tschek- 
medsche (d. h. Klein-Tschekmedsche), Hadim Köj und Tscha- 
taldscha; fast vollendet ist die Strecke noch weiter bis Tschorlu 
(im Wilajet von Adrianopel, 18 Kilometer von Constantinopel) 
und, von den Brücken abgesehen, auch von dort weiter bis
	        
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