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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Die Platzpreise sind sehr verschieden. Seidene Artikel 
werfen in der Regel einen höhern Nutzen ab, während sich der 
selbe bei Baumwollspitzen und Nets sehr knapp berechnet. 
Tuche. 
Provenienz. 
Die aus Constantinopel kommenden Tuche werden aus 
Deutschland (Görlitz, Cottbus, Guben, Lennep, Sommerfeld, 
Finsterwald und Aachen), Oesterreich (Reichenberg, Brünn, 
Bielitz), England (Leeds, Huddenfield), Frankreich (Sedan, 
Elboeuf), Belgien (Verviers) eingeftihrt. 
Qualitäten. 
Deutschland und Oesterreich liefern die mittlern Qualitäten 
für den grossen Consum, erster es auch Militärtuche; England 
bringt ordinäre Qualitäten, Frankreich und Belgien theils Militär 
tuche, theils Tuche für den feineren Bedarf. Aus Frankreich 
kommen auch hauptsächlich die faconnirten Stoffe — Nouveautes 
— für Beinkleider und Westen. 
Die zumeist gangbaren Qualitäten jeder Provenienz sind 
unter Nr. 1 bis 16 bemustert. Nouveautes lassen sich der 
Mannigfaltigkeit und Variabilität der Dessins wegen der Muster 
sammlung nicht beifügen. 
Muster Nr. 1 • Repräsentirt französisches Militärtuch für 
Officiere, Satin Castor genannt, und wird nur in der Qu alität und 
Farbe des Musters bezogen. 
Der Kostenpreis dieser Waare 
ist 22—23 Frcs.) 0 n ,. , 
„ . _ v per Elle von 120 Centimeter. 
der Verkaufspreis 27 „ j 
Erzeugungsort ist Sedan. 
Die Stücke kommen in einer Länge von ca. 30 Ellen und in 
der Breite von 140—-142 Centimeter, und ohne die bei vielen 
Tuchen übliche Decoration — Borte — genannt. 
Nr. 2, feineres Militärtuch aus Deutschland wird nur in 
blau, wie das Muster, und in schwarz, wie beigefügtes Muster 
Nr. 92.561 eingeführt. 
Kostenpreis 19 Frcs. ) 
Verkaufspreis 22 „ j P " E " e ' 
[Constantinopel.] 14
	        
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