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J a s m a s.
Mit diesem und dem türkischen Namen Kalemkiar wei den Tücher
bezeichnet, die im Innern des Landes von Frauen und Männern
als Kopftücher, bei Ersteren mit dem Haar zusammengeflochten,
bei Letzteren um das Fez (rothe Mütze) gewunden, getragen
werden. Die beiden gangbarsten Qualitäten von Jasmas sind
die folgenden:
Jasmas Mousseline, wovon zwei Muster hier beiliegen.
Diese Jasmas Mousseline werden so verpackt, dass jedes ein
zelne Stück in wcisses Papier eingeschlagen und je 100 Stück
zusammen in eine weisse Mousseline-Kappe ernballirt werden.
Jasmas Jaconat, wovon drei Muster hier beiliegen; von
diesen werden je 60 Stück in Papier verpackt.
Ausser den in den Mustern vorkommenden Farben und
Zeichnungen werden sowohl Mousselines wie Jaeonats noch in
vielen anderen Nuancen und Dessins gedruckt. Beide Sorten
sind im Preise gleich; im Februar 1873 wurden sie zu folgen
den Preisen ab Magazin in Constantinopel verkauft:
Sogenannte 7 / 4 Piaster d. i. 42 Ctmr. breit, 69 Ctmr. lang
l‘/ g , per Stück.
„ s/ 4 Piaster d. i. 84 Ctmr. breit, 74 Ctmr. lang
1 V», per Stück.
„ 8/4 Piaster d. i. 92 Ctmr. breit, 85 Ctmr. lang
7*/ g , per Stück.
Piaster 107—108 = 1 Livre turque, 6 Monate Ziel.
Die Jasmas werden in Kisten zu 2500 und je nach Grösse
bis zu 3000 Stück verpackt. In Constantinopel werden von
diesem Artikel circa 3000 Kisten im Wertlie von 3 1 /*—4Mill. Frcs.
jährlich verkauft, wovon etwa 150 Kisten transito nach Persien
weiter gehen. Der Eingangszoll beträgt für Jasmas, ohne Unter
schied der Grösse, 17 Cts., d. i. Piaster per Stück.
M ouchoirs
werden in drei Sorten importirt und zwar:
Mouchoirs Nanking. Grundfarbe gelb (Nanking) blau
oder weiss, Bordüren in diversen Farben, meistens Tupfen- und
kleine Blumendessins, laut beiliegendem Muster.