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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Transport.
Die  W  aarensendungen  aus  der  Schweiz  nehmen  ihren  Weg
hierher  ausschliesslich  über  Marseille;  die  Beförderung  ist  rasch
und  sicher.  Die  allwöchentlich  bis  zum  Sonntag  von  Zürich
expedirten  Waaren  werden  in  geschlossenen  Waggons  so  rasch
nach  Marseille  befördert,  dass  sie  stets  am  darauffolgenden
Samstag  mit  dem  an  diesem  Tage  von  Marseille  abgehenden
Dampfer  der  Messageries  Maritimes  nach  Constantinopel  verladen ­
  werden  können.  Obwol  der  Weg  über  Triest  nicht  theuerer
ist,  so  ziehen  die  Schweizer  Fabrikanten  die  Verladung  via
Marseille  allein  aus  dem  Grunde  vor,  weil  sie  auf  der  Route
Triest  vielfach  von  Diebstählen  an  den  Sendungen  zu  leiden
haben.  Wenn  auch  nicht  anzunehmen  ist.  dass  diese  Diebstähle
auf  den  Schiffen  des  österreichischen  Lloyd  geschehen,  so  beklagen ­
  sich  doch  die  Importeurs  von  Schweizer  Waaren  darüber,
'lass  der  Lloyd  niemals  energische  Schritte  gethan,  um  zu  constatiren,
  ob  die  Diebstähle  auf  der  Eisenbahn  bis  Triest  oder  in
Triest  selbst  geschehen.
Bis  zum  Jahre  I86t>  gingen  die  Schweizer  Waaren  via
1  riest  hierher,  verliessen  dann  wegen  der  immer  häufiger  werdenden ­
  Diebstähle  diese  Route,  benützten  dieselbe  wieder  während ­
  des  deutsch-französischen  Krieges,  wo  dieselben  Erfahrungen ­
  bezüglich  der  Unsicherheit  der  über  Triest  reisenden  Güter
gemacht  wurden,  und  jetzt  wird  es  wol  ganz  besonderer  Opfer
bedürfen,  um  die  Schweizer  Absender  zu  veranlassen,  nochmals
auf  den  Weg  über  Triest  zurückzukommen.
Fracht.
Die  Fracht  von  Zürich  via  Marseille  bis  in  die  Douane  von
(önstantinopel  beträgt  je  nach  den  verschiedenen  Waarengattungen
  ID/,  bis  13*/ a  Frcs.  per  100  Kilos.
Zoll.
Bei  Besprechung  der  verschiedenen  Artikel  sind  bereits  die
Zollsätze  angegeben  worden.  Es  ist  nur  als  auffallend  zu  erwähnen, ­
  dass  der  aufWcrthzoll  basirte  Tarif  für  manche  Schweizer ­
  Artikel  Positionen  enthält,  die  ganze  Gruppen  zusammenfassen ­
  und  bei  Waaren  der  verschiedensten  Qualitäten  und
[Constantinopel.]  16
            
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