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In der jüngsten Zeit sind die Preise um 12»/„ gestiegen.
Belgisches Stroh- und Packpapier, dann Strohcartons stellen
sich auf 20—21 Frcs. per 100 Kilogr. franco Antwerpen.
Transport und Spesen.
Papiere werden erst seit einigen Jahren durch Dampf
schiffe bezogen und wurden früher der billigeren Fracht wegen
mittelst Segelschiffen eingeführt. Der österreichische Lloyd
verschifft ab Triest feinere Papiere mit 1 fl. ö. W., ordinäre
Sorten mit fl. 0-8 per Centner, exclusive Versicherung.
Die Frachtsätze von Antwerpen und Liverpool schwanken,
je nachdem viel oder wenig Schiffe in Ladung sind, zwischen
18—26 Frcs. per 1000 Kilogr. Der
Zoll
beträgt gegenwaärtig 8 #/„ ad valorem.
Handels-Usancen.
Die Papierlieferungen für den hiesigen Platz werden gegen
wärtig fast nur gegen Baarzahlungen gemacht, und bewilligen
die Fabrikanten einen Cassensconto von 8®/ 0 . Unsere Papier
händler sind, mit wenig ehren werthen Ausnahmen, sehr unsolide
Kunden, denen gegenüber die Fabrikanten so lange einen
schweren Stand hatten, bis sie sich entschlossen, das früher ge
währte 3—4 monatliche Respiro vollständig aufzuheben und
dafür den Cassensconto auf 8«/ 0 zu erhöhen. Consignations-
weise wird durchaus keine Waare bezogen, da durch hohe
Lagermiethe, Assecuranz und sonstige Spesen das geringe
Benefiz des Händlers ganz verloren gehen würde. Uebrigens
sind die Haupt-Importeure mit den Fabrikanten in directer Ver
bindung und erhalten ihren Bedarf in regelmässigen Wochen
oder Monatssendungen. Confectionirtes Cigarettenpapier wird
jetzt nur wenig eingeführt; die hiesigen Händler ziehen vor, das
Papier ballenweise einthun und hier durch Maschinen verarbeiten
zu lassen. Ueber die
Platzpreise
lassen sich keine zuverlässigen Daten angeben, da die illoyale
Concurrenz unseres Platzes bei jedem Preisabschläge der Fabrik