MAK

Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

250 
wendet werden kann. Eben dort werden aucii etwas matt- 
grüne Perlen zum Schmucke für Pferde, Kameele etc. und Arm 
ringe erzeugt. 
Eine Glasfabrik, welche vor zwanzig Jahren in Pascha- 
Bagtsche am asiatischen Ufer des Bosporus errichtet wurde und 
europäische Arbeiter verwendete, musste nach kaum einjährigem 
Bestehen aufgelassen werden, da wegen theurer Arbeitslöhne 
und schwieriger Zufuhr des Rohmateriales die Concurrenz mit 
dem Auslande unmöglich war. Die 
Provenienz 
der einzelnen Artikel vertheilt sich wie folgt. 
Oesterreich, insbesondere Böhmen, liefert Artikel aus ge 
schliffenem, weissem, decorirtem und Farbenglase, Glasluster, 
Perlen und Prismen. Der Export geschieht nicht direct aus den 
Fabriken, sondern aus den Raffinerien, welche meistens ihre 
eigenen Niederlagen in Constantinopel und Smyrna haben. 
Namentlich Stein-Schönau ragt durch seinen Glashandel mit der 
Levante hervor. Steiermark liefert Apothekerbedarf, Lampen- 
cylinder und Thurmlampen. 
Aus England werden die Trinkgläser bezogen, aus Frank 
reich grüne Weinflaschen und Ballons, sowie etwas Trinkgläser 
feinerer Qualität, und aus Belgien ausschliesslich Fensterglas. 
Bayern und Venedig liefern Perlen. 
Qualität. 
Folgendes sind ungefähr die in Constantinopel auf den 
Markt gebrachten Qualitäten: 
a) Artikel aus feinem emaillirten Farbenglase, mitunter ge 
schliffen und decorirt, 
b) ordinäres Farbenglas, glatt oder gemalt, 
c) Crystallglas, glatt und geschliffen, 
d) mittelfeines Glas, glatt, geschliffen oder decorirt, 
e) ordinäres Glas, 
f) Prismen und farbige Perlen, glatt gepresst und geschliffen, 
a) grüne ordinäre Weinflaschen, Ballons und endlich 
/,; Fensterscheiben, glatte, farbige Mousseline, matt oder canne- 
lirt, alles in dritter oder vierter Qualität.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.