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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

Holz-Industrie-Erzeugnisse, 
insbesondere Tisch 1er arbeiten. 
Von F. Jelinek, 
Vice-Consul. 
Mit Beiträgen L. Senefelder’s. 
A. Bautischler-Arbeiten — Thüren und Fenster. 
Die hiesigen Erzeugnisse in diesem Theile der Holz-Industrie 
hatten bisher für den Import wenig und für den Export gar keine 
Bedeutung und beschränkten sich auf denConsum der Hauptstadt 
und ihrer nächsten Umgebung. 
Durch die sehr zahlreichen Feuersbrünste begünstigt, ist die 
Zahl der kleinen Tischlermeister, sogenannte Doghramatjis, im 
Bezirke Constantinopels allmälig auf 1200—1300 angewachsen, 
welche sich hauptsächlich mit der Erzeugung von Thüren und 
Fenstern befassen und in dieser Richtung eine Art Zunft 
gebildet haben. 
Ihre Erzeugnisse finden fast ausschliesslich ihre Verwen 
dung bei den Holzhäusern der Türken, Armenier und Griechen 
oder mittleren und armen Classe der Bevölkerung um] ist aller 
dings das billigste, aber auch das schlechteste Product der 
hiesigen Holz-Industrie. 
Die Fenster (d. i. Flügelfenster) werden vom inländischem 
Eichenholz, die Thüren aus inländischem Lindenholz und zum 
Theile aus inländischem Tannenholz verfertigt. 
Die Beschläge der Fensterflügel bestehen aus Scharnieren 
von Messing, äusserst roh und hier gegossen, mit einfachem 
Schubriegel zum Schliessen. 
Die Thüren, meist einflügelige, enthalten nur einen Spiegel, 
der von dem Rahmen eingefasst wird.
	        
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