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Der Beschlag ist hier von Eisen und in der Regel so primitiv
behandelt, wie bei den Fenstern.
Eine solche Arbeit bezahlt man hier nach Qua dratmaass und
zwar ist hier die landesübliche Arschine zu Grunde gelegt, die
in 24 Zoll eingetheilt wird uud genau der Länge von 0-75 Meter
entspricht.
Die Arbeit wird nach Quadrat-Arschine, d. i. 0,56-25 Quadrat-
Meter, vergeben und man zahlt für die Quadrat - Arschine
13—18 Piaster.
Erst durch das Eingreifen der an Zahl immer zu
nehmenden ausländischen Baumeister, und durch das Verbot
der ottomanisehen Regierung, in einigen abgebrannten Stadt-
theilen wieder Holzhäuser aufzuführen, datirt die bessere
Production. Diese allein nur verdient in Betracht gezogen zu
werden.
Den altenüsus beibehaltend, hat man auch hier dieQuadrat-
Arsehine als Einzelmaass des Gedinges (Accords) zu Grunde
gelegt und es werden demnach alle später angegebenen Preise
auf dieses Maass zurückzuführen sein.
Die in dieser Kategorie begriffenen Bautischler-Arbeiten
sind ähnlich denen, die man in Wien zu den besseren Bauten
verwendet.
Der Billigkeit halber schliesst man hier das Ebenholz fast
immer aus, und verwendet das vom Banat und der Bukowina
bezogene und das am Platze unter dem Namen „Galatz“ bekannte
Tannenholz. Die gesuchteste und zumeist in Verwendung kom
mende Sorte ist die sogenannte „Niemze-Galatz.“ Die Stärke
der Bohlen, die zwischen 4</ ä nnd 5 Cubikmeter variirt, eignet
sich am besten hieftir, und liefert, inmitten ihrer Stärke durch
gesägt, die zumeist verwendeten Breter zu den Fussböden und
Stufen der Treppen.
Man kann gegenwärtig, und zwar nach dem Quantum der
hier erbauten Häuser, die Zahl der hier in Verwendung kommen
den Fenster (Schub- und Flügelfenster) per Jahr auf 9000
annehmen, die der Thüren (einfache und doppelte) auf 2000
bis 2500.
Die Preise variiren zwischen 40—55 Piaster pro Quadrat-
Arschine, wobei gewöhnlich das Quadrat-Ausmaass derart statt