Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

265

Schildkrot,  Perlmutter  und  alle  Nuancen  und  Abarten  der  gebeizten ­
  Hölzer.
Preise  dieser  Erzeugnisse  anzugeben  ist  äusserst  schwierig,
da  dieselben  den  grössten  Schwankungen  unterworfen  sind,  und
nach  Massgabe  ihrer  Ausschmückung  bezahlt  werden;  wir
müssen  uns  demnach  begnügen,  die  Variationen  zwischen  den
niedrigsten  und  höchsten  Preisen  anzugeben.
Fenster  von  6—8  Quadrat-Meter  Fläche  werden  zwischen
1500—6000  Piaster,  Thiiren  von  6  —  10  Quadrat-Meter  Fläche
zwischen  3000—15.000  Piaster  das  Stück  bezahlt.
B.  Möbeltischler-Arbeiten.
Der  Export  beschränkt  sich  auf  den  Ankauf  einzelner
Gegenstände  am  hiesigen  Platze  durch  Käufer  aus  der  Provinz
für  ihren  Gebrauch,  und  der  jährliche  Absatz  übersteigt  im
Durchschnitte  kaum  den  Betrag  von  40—60.000  Piaster.
Der  Import  hingegen  ist  ein  bedeuteuder  und  es  betheiligen
sich  daran  Marseille,  Paris,  London,  Hamburg,  Berlin,  Wien  und
Triest.  Der  erste  und  der  letzte  Bezugsoft  sind  am  schwächsten
vertreten,  und  es  folgen  in  zunehmender  Reihe  Hamburg,  Berlin,
London,  Wien  und  Paris.
Es  ist  vor  Allem  diese  letzte  Stadt,  die  einen  sehr  regen
Import  nach  hier  seit  Jahren  unterhält,  was  sich  dadurch  erklären
lässt,  dass  die  Pariser  Häuser  die  ersten  waren,  die  sich
bemühten,  diese  Artikel  hier  dauernd  einzuführen,  zu  welchem
Zwecke  sie  Filialen  gegründet  haben,  welche  heute  noch
bestehen  u.  A.:  Block,  Percheron,  Sajean  u.  m.  Auch  dadurch
erzielten  die  französischen  Fabrikanten  einen  Vortheil,  dass  sie
im  Gegensätze  zu  den  englischen,  deutschen  und  österreichischen,
welche  mehr  der  Solidität,  dem  alten  Herkommen  nach  huldigten,
nur  leichte,  dem  Auge  gefällige  Fabrikate  ausführen,  wodurch
sie  in  die  Lage  versetzt  wurden,  die  Waare  bedeutend  billiger
zu  liefern  und  den  Absatz  ergiebig  vergrössern  zu  können.
Hieraus  ergab  sich  auch,  dass,  trotzdem  Jedermann  die
französische  Waare  als  minder  dauerhaft  als  jedes  andere  hier
eingeführte  Fabrikat  anerkannte,  man  ihr  doch  im  Allgemeinen
den  Vorzug  gab  und  zwar  sowol  ihrer  gefälligen  Form  als  auch
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.