266
des billigen Preises wegen. Die Qualität der Waaren ist eine
der dankbarst mannigfaltigsten, indem, wie schon gesagt, Frank
reich, England, Deutschland und Oesterreich ihre Waaren auf
den hiesigen Markt senden, wodurch bei der grossartigen Nach
frage sowol die einfacheren, als auch die mit dem grössten
Luxus ausgestatteten ihren Absatz finden.
Zur besseren Uebersicht der Handelsbewegungen haben
wir die Waaren nach ihren Haupt-Kategorien classificirt, und
folgten hierbei den hier üblichen Nachfragen, wodurch die
Waaren zerfallen in
1. ordinäre Möbel, die vor Allem in öffentlichen Localitäten
(wie Gast- und Kaffeehäusern, Gärten) Verwendung finden, und
Tische, Stühle, Buffets, Spiegel u. s. w. umfassen;
2) Möbel für bürgerliche Wohnungen und für die türkischen
Ministerien Kanzlei-Assortiments und Kastenmöbel;
3. Luxusmöbel, und solche, die nur zur Ausstattung der
Zimmer dienen (Fournissements, Spiegel, Tabourets, Etageres,
Rouleaux) aus polirtem weichem Holze und Boulewaaren.
4. Möbel für die kaiserlichen nnd herrschaftlichen Palais,
wie bei Nr. 3, nur reicher an Schnitzereien und Vergoldungen.
Ad 1.
Die ordinärsten, aus Triest und Marseille kommenden und
sich in allen Cafes, Gärten und sonstigen öffentlichen Localen
vorfindenden Stühle zerfallen in 2 Sorten, nämlich in die aller
ordinärsten, bestehend aus einem grün angestrichenen Gestelle
von weichem Holz, und einem aus Stroh geflochtenem Sitze zum
Preise von 8—10 Piaster per Stück, und aus besseren Qualitäten,
in polirtem Nussbaumholz mit geflochtenen Sitzen im Preise von
18—25 Piaster per Stück.
Tische von polirtem Buchenholz, meistens mit Marmorplatten,
im Werthe von 85—120 Piaster.
Spiegel von 2 Meter Quadratfläche, meist aus Paris bezogen,
mit einem glatten, vergoldeten Rahmen im Werthe von 400 bis
600 Piaster. Buffets, meist aus Eichenholz mit Marmorplatten,
im Werthe von 4—500 Piaster das Stück. Seit einigen Jahren
hat sich die Erzeugung dieser Artikel am hiesigen Platze
bedeutend gehoben und den Import darin abgeschwächt, da die