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Angabe der Fracht und sonstigen Spesen möglich, denn diese
hängen von dem Volumen, dem Gewichte und dem declarirten
Werthe und der Classe der Waare ab.
Die aus England bezogenen Marine- und mathematischen
Instrumente -werden auf den direct mit Constantinopel verkeh
renden englischen und russischen Dampfschiffen importirt,
erfreuen sich jedoch nicht jener sorgfältigen Verpackung, wie die
französische Waare, welche in leichten, genau gearbeiteten und
deutlich markirten Kisten anher gelangen.
In dieser Beziehung glauben wir nur noch hinzufügen zu
sollen, dass, ausser Augengläser ordinärster Art, keine Gattung
der in Rede stehenden Waare reexportirt wird.
Was die chirurgischen und chemischen Instrumente anbe
langt, so haben wir trotz der Geringfügigkeit ihres Importes
Einiges zu verzeichnen.
Der grösste Theil der chirurgischen Instrumente wird aus
Paris bezogen. Wien und London liefern zwar auch einen Theil,
dieser ist jedoch von keiner Bedeutung.
Zur Vermeidung von Missverständnissen ist übrigens anzu
deuten, dass en gros Geschäfte am hiesigen Platze nicht bestehen,
und die Waare nur von Detailhändlern bezogen wird.
Die Transport - Spesen Uber Triest belaufen sich per Zoll-
Centner auf 3</ 4 Gulden, wozu noch der 8"/ 0 Zoll zu rechnen ist.
Von Frankreich stellt sich die Fracht etwas billiger heraus.
Die Qualität der Waare ist den Bezugsquellen nach gut,
nur hat für den hiesigen Platz in chirurgischen Instrumenten die
Firma Charriere, für Zahn-Instrumente die Firma Blaux,
beide in Paris; dagegen für Augen-Instrumente der Berliner-Platz
den Vorzug.
Die Preise können unter den Tausenden von Artikeln nicht
bestimmt werden, und richten sich nach der Qualität und Aus
stattung der Waare.
Die hiesigen Platzpreise sind im Minus um 25°/ 0 höher als
am Productionsorte.
Von den hieher importirten chirurgischen Instrumenten geht
ein kleiner Theil in’s Innere der Türkei, hat jedoch beinahe gar
keine Bedeutung.