275
Dessgleichen ist der Import chemischer Instrumente sehr
gering, da sich keine hiesige Firma ausschliesslich mit diesem
Artikel beschäftigt und nur nach Bedarf davon Bestellungen
gemacht werden.
Die gesammte Einfuhr beträgt jährlich kaum 1000 Frcs.
Das Meiste kommt aus Frankreich, wobei das Handelshaus
Galante in Paris genannt zu werden verdient.
Aus Wien wird wenig bezogen, vorzüglich aber Retorten,
Kolben und Wolf'sehe Destillir-Apparate zu 30—100 Gulden,
während England, und zwar das Londoner Haus Rorweger,
wegen seiner ausgezeichneten Extract- Pressen, welche 150 bis
2000 Frcs. kosten, angeführt werden muss.
Die Wiener und Pariser Häuser liefern Alles franco au
Bord der Lloyd-Dampfer in Triest, respect. Messagerie-Dampfer
in Marseille.
Die Fracht von Triest Melier beträgt 1 Gulden per Centner
und aus Marseille 4—5 Francs per 100 Kilogramme oder 2 bis
2*/ a Gulden per Centner.
Die Pariser Emballage ist hingegen zwar vorzüglich, aber
theurer als die Wiener und englische.
In Paris werden gewöhnlich für Emballage 10 Francs, in
Wien 3 Gulden, in London 6—7 Schilling per Kiste verrechnet,
indem jedes Instrument in eine kleine Separat-Kiste und dann
diese wieder in grössere Kisten verpackt werden müssen.
Assecuranz-Gebühren sind gewöhnlich keine zu entrichten,
nur werden bei dem Transporte auf der Donau vom der Gesell
schaft selbst 30 Gulden per Centner als Assecuranz aufgerechnet,
wenn die Waaren nicht genau specificirt sind.
Für die Zahlung werden gewöhnlich 4 Monate Respiro
bewilligt.
Endlich ist zu bemerken, dass die hiesige Production an
solchen Instrumenten sich auf die Erzeugung von Destillir-
Apparaten aus Kupfer reducirt, welche auf 5—10 türk. Lira zu
stehen kommen, je nachdem sie 3 oder 30 Oka Inhalt haben.
18*