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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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II. Uhrenhandel. 
Was den hiesigen Uhrenhandel mit dem Auslande anbe 
langt, so muss dieser ein bedeutender genannt werden. Hierbei 
ist, um eine genauere Uebersicht zu erlangen, der Unterschied 
zwischen den verschiedenen Uhrengattungen festzuhalten. 
Man kann nämlich die hieher importirten Uhren in vier 
Classen eintheilen und zwar: 
1. Taschenuhren, 
2. Pendeluhren, 
3. Sturzuhren, 
4. Schwarzwälderuhren. 
Die Taschenuhren und zwar Cylinder-, Anker-Uhren und 
Kemontoirs, mit Ausnahme der feinsten Chronometer, welche uns 
England liefert, werden aus der Schweiz bezogen, wo mehrere 
hiesige Kaufieute selbst Fabriken besitzen oder als Gesellschafter 
dabei betheiligt sind. Ausserdem sind aber unter den bedeu 
tendsten Firmen in Genf, woher die feineren Uhren stammen, 
das Haus Botte; in Chaud de Fonds hingegen, wo Uhren 
geringerer Qualität producirt werden, die Firmen Dumont 
und Courvoisier zu nennen, welche vorzugsweise für den 
Orient arbeiten. 
Die Uhren müssen, um hier Absatz zu linden, Effect machen. 
Der türkische Käufer schaut weniger auf die Güte als auf 
die Schönheit derselben, und weist sie unbedingt ab, wenn sie 
mit Figurenzeichnungen verziert sind. 
Dessgleichen müssen die gewöhnlichen Zifferblätter türkisch 
substituirt werden. 
Da man aber auch auf den europäischen Käufer in der 
Türkei rechnen muss, so wird (jedoch nur den vergoldeten und 
goldenen Uhren, die immer in Doppel-Etuis versendet werden) 
ein europäisches Zifferblatt beigefügt, um dasselbe nach Bedarf 
verwenden zu können, so dass in jedem Etui zwei Rahmen sich 
befinden; in dem einen derselben liegt die Uhr, in dem anderen 
das europäische Zifferblatt. Die übrigen Uhren kommen in ein 
fachen Etuis vor, welche der Qualität der Uhren entsprechend 
ordinär oder fein sind. Die einfachsten sind aus Holz, mit Papier 
überzogen und dienen sowohl für silberne als vergoldete Uhren,
	        
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