MAK

Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

279 
Die Fabrikspreise können wir auch hier nur in Minimal- 
und Maximal-Beträgen angeben. Diese steigen progressiv von 
100 zu 1000Francs und werden hier gewöhnlich um 30»/ 0 theurer 
verkauft, so dass die Platzpreise, welche jedoch, wie oben 
bemerkt, sich nach den Mitteln des Käufers richten, annähernd 
130—1300 Francs betragen könnten. 
In den eben erwähnten Percentsatz sind auch die Spesen 
inbegriffen, welche sich folgendermassen vertheilen: 
nämlich für Fracht 3—4«/ 0 , für Assecuranz >/ a %, für Zoll 
8% und für Commission 2°/ 0 , da die Pariser-Fabrikanten sich 
mit der Verpackung der zu verschickenden Waare nicht befassen 
und damit eigene Commissionäre betraut werden müssen. 
Die Gesammtauslagen belaufen sich sonach auf 14 1 / a ®/ 0 , 
wogegen sich ein reiner Gewinnst von ebensoviel Percent ergibt. 
Die Art der Verpackung dieser Uhren lässt nichts zu 
wünschen übrig. Sie kommen zu 6—8 Stück in sorgfältig und 
genau gearbeiteten Kisten mit ebensoviel Schubläden, als die 
Kiste Uhren enthält, wovon jede in feinem Papier eingemacht 
eine Schublade einnimmt, deren leere Räume mit Heu aus 
gefühlt werden. 
Auf diese Weise verpackt, gelangen die Uhren mittelst 
Bahn nach Marseille und von da auf Messagerie-Dampfern nach 
Constantinopel. Bei dieser Gelegenheit kann man nicht unter 
lassen, nochmals hervorzuheben, dass die Verpackung dieser 
Pariser-Waare eine so vorzügliche ist, dass selten eine solche 
Uhr beschädigt an ihrem Bestimmungsorte ankommt, während 
die aus Wien bezogenen Pendeluhren, wovon wir zunächst 
sprechen wollen, ihrer mangelhaften Verpackung wegen häutig 
in dem schadhaftesten Zustande, meist mit zerbrochenen Gläsern 
anher gelangen. Es werden nämlich ohne die mindeste Sorgfalt 
12 Stück in einer Kiste verpackt und versendet. 
Die letzterwähnte Uhrengattung, d. i. Wand- oder Pendel- 
Uhren werden nur aus Wien importirt, und sind, ihrer äusseren 
Ausstattung nach, mit den in Europa üblichen Uhren gleicher 
Sorte übereinstimmend, nur mit dem Unterschiede, dass unsere 
Zifferblätter durch türkische ersetzt werden. 
Der Import, den man auf 10.000 Gulden schätzt, könnte 
bedeutender sein, wenn die hohen Frachtsätze den Handel
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.