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mit diesen Uhren nicht verleiden würde, denn dieselben erfreuen
sich einer besonderen Beliebtheit.
Der hohe Frachtsatz, nämlich 10% von Wien über Triest
hielier, hat zu dem Versuche geführt, auch die sonst aus Wien
bezogenen Pendeluhren aus Paris kommen zu lassen.
Dieser Versuch musste jedoch bald aufgegeben werden,
da die Pariser - Pendeluhren mit den Wiener weder an Billig
keit noch Güte concurriren können, wobei die Wiener Firma
Leopold S e i b e r 1 umsomehr genannt zu werden verdient,
als sie beinahe die einzige ist, welche den hiesigen Markt mit
solcher Waare versieht. Die Fabrikspreise der Wiener Wand
oder Pendel-Uhren belaufen sich auf 17—50 Gulden und die
hiesigen Platzpreise auf 3% — 7 türk. Lira. Der Zoll beträgt
wie gewöhnlich 8%, während Assecuranz, Commission, Sensarie
und sonstige Gebühren bei der Einfuhr solcher Uhren ent
fallen.
Wir kommen endlich auf die Schwarzwälder - Uhren zu
sprechen, welche entweder direct von der Firma Gebrüder
Junghaus oder aber von Wien bezogen werden. Sie unter
scheiden sich ihrer Ausstattung nach nur durch das türkische
Zifferblatt von den gewöhnlichen Schwarzwälder-Uhren, ja es
fehlt ihnen nicht einmal der wohlbekannte Kukuk. Diese
Uhren nehmen ihren Weg meistens Uber Wien und Triest, da
der Transport auf der Donau die Waare noch mehr ver-
theuern würde.
Die Gesammtspesen belaufen sich auf 20%.
Der Import wird auf 10.000 Gulden geschätzt. Die Fabriks
preise oder vielmehr ursprüngliche Preise betragen 2—10 Gulden
und die Platzpreise 60—140 Piaster.
Der Haupt-Importeur solcher Uhren am hiesigen Platze
ist Kalenbach.
Die Zahlung erfolgt bei Schwarzwälder Uhren sogleich
comptant, sonst aber gewöhnlich mittelst Wechsel zu 3 Monaten
oder Sicht.
Es folgen die Haupt-Firmen, die sich mit Uhreu-Einfuhr
beschäftigen; diese sind:
D. Lebet & Fils Victor,
Stohmann & Dollinger,