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ungefähr 55 Piaster kosten und etwas Gold- und Silber-Filigran-
Bijouterie, der venezianischen ähnlich, exportirt; beide aber der
Erwähnung nicht wertli.
II. I m p o r t.
Feine Bijouterie und Ketten werden von Paris in 18karati-
gem Golde, von Genf und Deutschland (Pforzheim und seiner
Umgehung, sehr wenig von Hanau) in 18-, 14- und 8karatigem
Golde importirt.
Die Fa§ons sind jenen in Oesterreich-Ungarn ähnlich, aber
mehr nach dem Geschmacke der Orientalen, und variiren öfter
als die österreichischen. Sie sind der Mode zu sehr unterlegen,
um selbe specificiren zu können. Der Preis hängt hauptsächlich
von dem Reichthume und der Zeichnung des Gegenstandes ab.
Alle in Europa verkäuflichen Gegenstände finden ihre Ab
nehmer auch hier, da jetzt auch die türkischen Frauen gleich
den Europäerinen ihre Toiletten der Mode unterziehen. Die
gangbarsten Bijouterien sind:
Bracelets, Ohrringe, Halsbänder, Brochen, Medaillons,
Ringe, Kreuze, lange und kurze, Herren- und Damenketten,
Nadeln, Knöpfe, Haargeschmeide etc. etc. etc.
Der Fabrikspreis der Ketten ist für Gold und Facon, lange
Glanzkörner und Cordei gefärbt, per türkisches Drain 10 Francs,
für Giletketten und andere Bijouteriewaaren hängt der Preis
von deren FaQon ab und ist er der nämliche als in Oesterreich-
Ungarn.
Der Einfuhrszoll ist 8°/ 0 vom Schätzungswerthe und kann
auch in Waaren erstattet werden.
Der Import geschieht auf den gewöhnlichen Postwegen.
Die Ketten, sowol lange als kürze, werden per Gewicht
(Dram — 15i/ 2 Karat) verkauft.
Die bedeutendsten Importeurs sind:
Stohmann & Dollinger,
D. Koritschoner,
J. V a r t a n,
F. Saury,
Psathy,
Neubauer & Comp.
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