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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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ungefähr 55 Piaster kosten und etwas Gold- und Silber-Filigran- 
Bijouterie, der venezianischen ähnlich, exportirt; beide aber der 
Erwähnung nicht wertli. 
II. I m p o r t. 
Feine Bijouterie und Ketten werden von Paris in 18karati- 
gem Golde, von Genf und Deutschland (Pforzheim und seiner 
Umgehung, sehr wenig von Hanau) in 18-, 14- und 8karatigem 
Golde importirt. 
Die Fa§ons sind jenen in Oesterreich-Ungarn ähnlich, aber 
mehr nach dem Geschmacke der Orientalen, und variiren öfter 
als die österreichischen. Sie sind der Mode zu sehr unterlegen, 
um selbe specificiren zu können. Der Preis hängt hauptsächlich 
von dem Reichthume und der Zeichnung des Gegenstandes ab. 
Alle in Europa verkäuflichen Gegenstände finden ihre Ab 
nehmer auch hier, da jetzt auch die türkischen Frauen gleich 
den Europäerinen ihre Toiletten der Mode unterziehen. Die 
gangbarsten Bijouterien sind: 
Bracelets, Ohrringe, Halsbänder, Brochen, Medaillons, 
Ringe, Kreuze, lange und kurze, Herren- und Damenketten, 
Nadeln, Knöpfe, Haargeschmeide etc. etc. etc. 
Der Fabrikspreis der Ketten ist für Gold und Facon, lange 
Glanzkörner und Cordei gefärbt, per türkisches Drain 10 Francs, 
für Giletketten und andere Bijouteriewaaren hängt der Preis 
von deren FaQon ab und ist er der nämliche als in Oesterreich- 
Ungarn. 
Der Einfuhrszoll ist 8°/ 0 vom Schätzungswerthe und kann 
auch in Waaren erstattet werden. 
Der Import geschieht auf den gewöhnlichen Postwegen. 
Die Ketten, sowol lange als kürze, werden per Gewicht 
(Dram — 15i/ 2 Karat) verkauft. 
Die bedeutendsten Importeurs sind: 
Stohmann & Dollinger, 
D. Koritschoner, 
J. V a r t a n, 
F. Saury, 
Psathy, 
Neubauer & Comp. 
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