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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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12.  Aetlier.  Sämmtliche  Aether-Arten  kommen  meistens
aus  Deutschland  via  Marseille,  weil  der  Lloyd  selbe  nicht
annimmt  und  Verfrachtung  auf  Segelschiffen  von  Triest  aus  nicht
convenirt.  Für  Schwefeläther  ist  Stuttgart  und  Mannheim  die
beste  Bezugsquelle,  wogegen  Oesterreich  gänzlich  zurückbleibt. ­

Alkohol  (Weingeist),  gewöhnlich  34—36°,  wird  in  grossen
Mengen  aus  Amerika,  Oesterreich,  Ungarn,  Frankreich,  Walachei
und  Russland  eingeführt;  der  amerikanische  und  russische  sind
am  billigsten,  haben  desshalb  den  grössten  Absatz,  dagegen  sind
die  Fabrikate  anderer  Länder  mehr  fuselfrei.  Die  Einfuhr  kann
man  durchschnittlich  auf  2000—2500  Tonnen  schätzen,  wovon
y 10  auf  Oesterreich-Ungarn  entfällt.
13.  Arsen-Präparate  werden  wegen  ihrer  äusserlichen
Beschaffenheit  aus  Deutschland  bezogen,  obgleich  die  österreichischen ­
  an  Güte  durchaus  nicht  nachstehen.  Weisser  und
gelber  Arsenik  convenirt  aber  aus  Oesterreich  und  beläuft  sich
im  jährlichen  Bedarfe  auf  20—25  Tonnen.
14.  Benzin  kömmt  aus  England  und  Deutschland  über
Marseille,  obwol  es  aus  Oesterreich  reiner  bezogen  werden
könnte;  sein  Verbrauch  ist  so  ziemlich  gering  und  kaum  im
Ganzen  auf  30  Centner  per  Jahr  zu  schätzen.
15.  Bicarbonas  potassae  liefert  Amerika  als  sehr
hübsche  Waare,  gegen  welche  die  österreichische  kaum  erwähnt
zu  werden  verdient.
16.  Bicarbonas  Sodae  wird  in  Pulverform  nur  aus  England ­
  eingeführt,  und  zwar  40—50  Tonnen  jährlich.
17.  Bismuthum,  ein  sehr  wichtiger  Artikel,  der  sowol
als  Metall  (für  technische  Zwecke)  als  auch  als  salpetersaures
Wismuthoxyd  angewendet  wird;  dieser  Artikel  wird  überall
erzeugt,  in  Oesterreich  und  in  Deutschland  in  Pulverform;  in
neuerer  Zeit  aber  trachten  diese  Länder  den  Franzosen  nachzukommen ­
  und  fangen  ihn  in  Hütchen  zu  erzeugen  an;  leider
aber  entspricht  die  Waare  der  Erwartung  nicht,  weil  sie  überschüssige ­
  Salpetersäure  enthält  und  auch  die  Hütchen  nicht  gut
geformt  sind;  desshalb  wird  eine  Flasche  als  Muster  vom  Hause
Dubosc  in  Paris  beigegeben.  Die  Einfuhr  beläuft  sich  auf  circa
12  Centner  per  Jahr.
            
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