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12. Aetlier. Sämmtliche Aether-Arten kommen meistens
aus Deutschland via Marseille, weil der Lloyd selbe nicht
annimmt und Verfrachtung auf Segelschiffen von Triest aus nicht
convenirt. Für Schwefeläther ist Stuttgart und Mannheim die
beste Bezugsquelle, wogegen Oesterreich gänzlich zurückbleibt.
Alkohol (Weingeist), gewöhnlich 34—36°, wird in grossen
Mengen aus Amerika, Oesterreich, Ungarn, Frankreich, Walachei
und Russland eingeführt; der amerikanische und russische sind
am billigsten, haben desshalb den grössten Absatz, dagegen sind
die Fabrikate anderer Länder mehr fuselfrei. Die Einfuhr kann
man durchschnittlich auf 2000—2500 Tonnen schätzen, wovon
y 10 auf Oesterreich-Ungarn entfällt.
13. Arsen-Präparate werden wegen ihrer äusserlichen
Beschaffenheit aus Deutschland bezogen, obgleich die österreichischen
an Güte durchaus nicht nachstehen. Weisser und
gelber Arsenik convenirt aber aus Oesterreich und beläuft sich
im jährlichen Bedarfe auf 20—25 Tonnen.
14. Benzin kömmt aus England und Deutschland über
Marseille, obwol es aus Oesterreich reiner bezogen werden
könnte; sein Verbrauch ist so ziemlich gering und kaum im
Ganzen auf 30 Centner per Jahr zu schätzen.
15. Bicarbonas potassae liefert Amerika als sehr
hübsche Waare, gegen welche die österreichische kaum erwähnt
zu werden verdient.
16. Bicarbonas Sodae wird in Pulverform nur aus England
eingeführt, und zwar 40—50 Tonnen jährlich.
17. Bismuthum, ein sehr wichtiger Artikel, der sowol
als Metall (für technische Zwecke) als auch als salpetersaures
Wismuthoxyd angewendet wird; dieser Artikel wird überall
erzeugt, in Oesterreich und in Deutschland in Pulverform; in
neuerer Zeit aber trachten diese Länder den Franzosen nachzukommen
und fangen ihn in Hütchen zu erzeugen an; leider
aber entspricht die Waare der Erwartung nicht, weil sie überschüssige
Salpetersäure enthält und auch die Hütchen nicht gut
geformt sind; desshalb wird eine Flasche als Muster vom Hause
Dubosc in Paris beigegeben. Die Einfuhr beläuft sich auf circa
12 Centner per Jahr.