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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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30. Crocus (Saffran) kömmt hier in drei Sorten vor: 
a) Ausgewählter Saffran, trocken und dem österreichi 
schen etwas ähnlich, nur nicht so aromatisch. Er kostet 
hier circa 55 Francs, kömmt nicht häufig vor und auch gar 
nicht zur Ausfuhr (ein Muster). 
b) An atolisch er Saffran, mit Wachs gemengt (ein Muster), 
steht dem vorigen an Qualität etwas nach und erscheint in 
grosser Menge, jedoch blos für den hiesigen Gebrauch, 
nicht für die Ausfuhr; der gegenwärtige etwas hohe Preis 
beträgt 1500 Frcs. per Centner. 
c) Rumelischer Saffran (mit Muster) ist feucht und be 
sonders für den Export nach England und Frankreich 
bestimmt; Preis gegenwärtig hoch, 900—1000 Frcs. per 
Centner. Seine beste Bezugsquelle istSalonich oderMonastir. 
Die jährliche Ausfuhr erreicht kaum 15—20 Centner. 
31. Cus sin wird trotz der Nähe seines Heimatlandes aus 
Frankreich und Deutschland bezogen. 
32. Cyankalium käme aus Oesterreich viel zu theuer, 
wesshalb es aus Deutschland eingeführt wird. 
33. Emplastra (Pflaster) liefern am gediegensten Frank 
reich und England, und zwar in Schachteln oder schon auf Lein 
wand gestrichen; blos Emplastrum Chantaridum bezieht man 
von C. Erba in Mailand. Oesterreich erzeugt für den Handel 
nicht das Geringste davon. 
34. Extracte. Hierin behaupten die Engländer unstreitig 
den ersten Platz und alle ihre Extracte sind trotz der hohen 
Preise jenen anderer Länder vorzuziehen. Hierzulande bereiten 
sich die meisten Apotheker ihre Extracte selbst, jedoch nicht in 
genügender Menge, so dass noch viele aus England, Deutsch 
land und Oesterreich bezogen werden. 
35. Flores. Die reiche Flora der Türkei würde es wol 
ermöglichen, die meisten officinellen Blüthen im eigenen Lande 
in genügender Menge sammeln zu können, allein trotzdem wird 
der grösste Theil von Oesterreich geliefert (Deutschland und 
Frankreich fordern zu hohe Preise); blos Flores Chamomillae, 
Tiliae, Sambuci, Malvae und Althaeae werden fast nie vom Aus 
lande eingeführt, da sie in genügender Menge auf den hiesigen
	        
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