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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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doch infolge des ausserordentlichen Anklanges, den dieses Ge 
tränk hierzulande findet, eine stätige Zunahme des Importes 
zu erwarten. 
Der Absatz wird allerdings durch das in den vier hiesigen 
Fabriken erzeugte Bier behindert, welches 60% billiger, jedoch 
nur Oberzeug ist, und mit dem österreichischen Fabrikate in der 
Qualität nie concurriren kann. 
Die Einfuhr via Triest belief sich im Jahre 1871 auf 10.525 
Fässer im Werthe von 170.000 fl. und im Jahre 1872 auf 11.992 
Fässer im Werthe von 179.880 fl. 
Aus Liesing, Steinfeld bei Prag und von der Dreherischen 
Triester-Fabrik wird von den hiesigen Firmen Ignaz Vogel,. 
Bonomi & Reglia, und Merkel eine für den Export stark 
präparirte Qualität bezogen. 
Das Fass kostet franco Triest 11—12 fl. und die Spesen 
von Triest hierher belaufen sich auf 2 fl. 70 kr. bis 2 fl. 80 kr. 
Der Einsatz für ein leeres Fass beträgt 1 >/ a bis 2 Medschidie 
(gleich 2 fl. 70 kr. bis 3 fl. 60 kr.) Das Risico für leere oder 
trübe Fässer hat der hiesige Verschleisser zu tragen. 
Die hiesigen Platzpreise des Bieres sind: für Steirer und 
Priester Bier 140 Piaster per Eimer; für Wiener Bier 140—160 
Piaster per Eimer. 
Im Detailhandel wird hier das Glas Bier mit 60 Para oder 
12 kr. bezahlt, wobei 200 Gläser auf ein Fass entfallen. 
Mit der voraussichtlich zu erwartenden Theilnahme des 
Volkes au der Consumation des Bieres, dürfte das hiesige Bier 
geschäft aus dem Zustande der Kindheit, in der es sich gegen 
wärtig noch befindet, emporgehoben werden, wenn gleichzeitig 
auch die österreichischen Erzeuger und Verkäufer an dem mit 
dem Exporte dieses Artikels verbundenen Risico zu participiren 
gedächten und nicht sowie bisher vor der Gefahr eines Verlustes 
zurückschrecken würden. 
III. Spiritus. 
Der hiesige enorme Bedarf an Spiritus wird durch die Ein 
fuhr aus England, Frankreich, Russland, Oesterreich-Ungarn und 
Preussen gedeckt.
	        
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