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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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n. Theil. 
Steinkohlen -Import. 
Die eben dargestellten Verhältnisse erklären auch zur Genilge 
die Menge der hier importirten Kohlen, welche von Jahr zu Jahr 
zunimmt. 
Bekanntlich wird der hiesige Bedarf nur von englischer 
Kohle gedeckt, während die übrigen Staaten an diesem Handel 
gar nicht Theil nehmen. 
Grossbritannien liefert dem hiesigen Markte beiläufig 
500.000Tonnen Steinkohlen, die Tonne zu 1015 Kilo gerechnet. 
Hiervon entfallen 140.000 Tonnen auf Cardiff, 90.000 auf 
Newcastle, 250.000 auf Scotch und Lancashire, welche auch-die 
bedeutendsten Bezugsquellen sind. 
Was die Qualität der englischen Steinkohle anbelangt, so 
unterscheidet sich dieselbe nach den drei genannten Productions- 
orten. Obenan steht als die vorzüglichste und gesuchteste die 
Cardiffer Steinkohle, welche aus den Bergwerken von Powells, 
Duffryn, Cory’s Merthyr, Aberdeene Merthyr und Ocean Merthyr 
gewonnen und in Cardiff, Swansea, Newport and Portheawl ver 
laden wird. 
In zweiter Reihe ist die Newcastler Steinkohle zu nennen. 
Die daselbst in Betrieb stehenden Bergwerke sind jene von Carr’s 
Sturtley, Lambert, Dawisons, Bewers und Cowpen. Die Ver 
ladung geschieht in Newcastle, Sunderland, Hartlepool und Hüll. 
Den dritten Rang nimmt die Steinkohle von Scotch und 
Lancashire ein, welche in Glasgow, Greenwich, Troon, Anderson 
und Liverpool verladen wird. 
Die Preise der Steinkohle am Exportplatze schwankten 
in den letzten drei Jahren zwischen 8 und 12 Schilling perTonne, 
jedoch in Folge der letzten Arbeiter-Strikes in Cardiff und des 
stets zunehmenden Verbrauches dieses Brennmateriales betragen 
die Preise gegenwärtig 14 bis 18 Schilling, und es ist vorauszu 
sehen, dass dieselben in kürzester Zeit bis auf 2ü Schilling 
steigen werden, denn die Verdopplung des Consums ist nicht zu 
bezweifeln, wenn man einerseits die nach der Suezcanal-Eröff 
nung neu construirten und noch im Bau begriffenen Dampfschiffe 
in Betracht zieht, und man andererseits bedenkt, dass die
	        
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