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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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beute in den Gruben beeinflusst, Die Berichte von den con- 
sumirenden Märkten machen weniger Eindruck auf den Eigner; 
weiss sich derselbe seine Waare nicht billiger zu ersetzen, so 
trennt er sich nicht früher von ihr, als bis er seine Preise, die er 
mit äusserster Zähigkeit festhält, auch erreicht. Leider wird auch 
in dieser Branche, trotzdem alles haar bezahlt werden muss, von 
manchen Kaufleuten ohne jedes Calcul manipulirt, und fehlt es 
nicht an Geschäfts Verderbern, die lediglich für die Meister 
arbeiten. 
Zur Zeit des russisch-türkischen Krieges, in den Jahren 
1855/56 stieg der Preis um fast 300«/ 0 ; eine Kiste Waare, welche 
sonst im Durchschnitte 10 bis 12 £ kostete, wurde damals mit 
30 bis 35 £ bezahlt. Der geringste Preis betrug in Folge 
ausserordentlich reicher Ausbeute 5 £, und sank der Preis der 
allerfeinsten Waare in Wien von 1000 auf 250 Gulden im 
Jahre 1871. 
Der jetzige Normalpreis ist je nach Qualität 5 bis 20 £, 
Ausschusswaare, welche zur Erzeugung von Masse verwendet 
wird, kostet 1 bis 2 £ loco Eski-Scheir. 
V. Umsatz und Transportmittel. 
Wie schon früher erwähnt, hat der Meerschaumhandel in den 
letzten 15 Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen, 
Während der Export im Jahre 1855 nur 3000 bis o500 Kisten 
betrug, verarbeiten jetzt Wien als Hauptstapelplatz, dann im 
kleineren Maasstabe Deutschland und Frankreich an 9000 bis 
11.000 Kisten im Jahre. 
Die Versendungen von hier betrugen 
in den Jahren 1865 circa 8000 Kisten 
5000 
11.000 
8000 
11.500 
9500 
1866 
1867 
1868 
1869 
1870 
1871 „ 10.000 
Davon bestanden 5/ 6 aus besseren und % aus Ausschuss- 
waaren.
	        
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