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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Den Umsatz vermitteln etwa 15 Firmen, unter denen fast 
alle Nationen vertreten sind; es existiren österreichische, fran 
zösische, griechische, armenische und türkische Häuser, welche 
ihre Waare entweder durch eigene Compagnons oder consig- 
nationsweise auf den Wiener Markt bringen. 
Die Transportmittel, deren man sich bedienen muss, um die 
Waaie aus der Grube an Bord eines Lloydschiffes zu bringen, 
sind erbärmlich, vertheuern aber trotzdem den Artikel in unver- 
hältnissmässig hohem Grade. 
Die Ueberfuhr der rohen Blöcke aus den Gruben nach Eski- 
Schei'r geschieht mittelst zweiräderiger Ochsenkarren, welche von 
den türkischen Bauern beigestellt werden. 
Den Transport von Eski-ScheTr bis an das Meer vermitteln 
„nach Urvater-Weise“ Caravanen mit Pferden und Maulthieren 
oder Kameelen. Obwohl der Transport mit Pferd und Maulthier 
höher kommt, ist er doch in jeder Art vorzuziehen, weil die 
Pferdecaravanen meistens in gedeckten Caravanserais über 
nachten, während die Kameele bei jeder Witterung im Freien 
bleiben und bei feuchtem Wetter in den grundlosen Wegen gar 
nicht fortkommen. Dadurch wird die Waare leicht der Gefahr 
ausgesetzt, durch die Einflüsse der Witterung Schaden zu leiden. 
Wagen oder Karren sind wegen des antediluvianischen Zustandes 
der Strassen unbrauchbar. 
Eski-Scheir liegt 20 Meilen von der Küste entfernt, der 
Tiansport zu Pferde kostet 3 bis 5 Gulden per Centner und 
dauert 5 bis 8 Tage, zu Kameel 2 bis 4 Gulden und dauert 8 
bis 14 Tage. 
Nachdem die Kisten im Golfe von Nicomedien (Karamussal) 
angekommen sind, wird der übliche Ausfuhrzoll erhoben, und 
dann weiden sie durch Commissionäre auf Dampfern oder Segel 
schiffen nach Constantinopel expedirt. Kommen sie hier zufällig 
an einem Freitage an und ist das Samstags nach Triest abge 
hende Lloydschiff schon bereit, dann können sie sofort an Bord 
gebracht werden. 
Andernfalls müssen sie in der Hauptmauth eingelagert 
werden, was neuerdings Kosten an Lagerzins verursacht, und 
werden mit dem nächsten Schiffe expedirt.
	        
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