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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

Salz,
Von  C.  S  a  x,
k.  u.  k.  Consul.
Der  zum  Consularbezirke  von  Constantinopel  gehörige
Theil  von  Kleinasien  liefert  alle  Salz-Gattungen,  und  vor  Allein
Meersalz.
Dieses  wird  insbesondere  gewonnen:
1.  bei  Ismid,  jährlich  über  1,000.000  Kilogramme,
2.  bei  Gemlek,  jährlich  über  600.000  Kilogramme,
3.  bei  Aiwalyk,  eigentlich  auf  der  ganzen  Küste  von  Edremit
bis  Vurla,  jährlich  gegen  20,000.000  Kilogramme,
4.  auf  der  Insel  Lemnos  (Limni)  über  12,000.000  Kitogr.,  und
5.  auf  der  Insel  Imbros.
All’  dieses  Salz  wird  von  den  Einwohnern  an  die  Regierung
abgeliefert,  weil  dieser  Artikel  im  ganzen  Reiche  als  Monopol ­
  gilt.
Steinsalz  findet  sich  nur  im  östlichsten  Tlieile  des  Oonsularbezirks,
  am  Ufer  des  Halys  (Kisyl  Irmak),  dort  aber  auch
in  ausserordentlicher  Menge,  namentlich  beiKjangry(Tschangri).
Ausser  dem  gewöhnlichen  Steinsalze  findet  sich  hier  das  sogenannte ­
  Jagh-Tusu  —-  Oelsalz  —  so  genannt  wegen  des  öligen
Aussehens  seiner  Oberflächen  und  das  sogenannte  Aina-Tusu  —
Spiegelsalz  —  welches  fast  durchsichtig  und  dem  Bergkrystall
ähnlich  ist,  dabei  weniger  Schärfe  als  das  gewöhnliche  Salz
besitzt  und  meistens  nur  zum  Gebrauche  bei  Tisch  verwendet
wird.
Ueber  das  Salzbergwerk  von  Kjangry  bringt  der  türkische
Provinzial-Almanach  von  Kastamuny  folgende  Beschreibung:
„Drei  Stunden  von  der  Stadt  Kjangry  befindet  sich  eine
Höhle.  Diejenigen,  welche  Salz  suchen,  gehen  dort  mit  ihren
Pferden  eine  halbe  oder  eine  ganze  Stunde  weit  hinein,  zünden
            
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