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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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kosten beiläufig 20 bis 30 Piaster (Kupfergeld) das Stück. — 
Yeni Dunia zu 8 Piques Länge. 4*/ a —5i/ 2 Parmak Dicke, 30 bis 
45 Piaster. — Jarim Yeni Dunia zu 6 Piques Länge und 3 bis 
4 Parmak Dicke 10—15 Piaster. — Von diesen 3 Sorten Yeni 
Dunia werden jährlich circa 150.000 Stücke hier consumirt, ein 
bedeutendes Quantum aber auch nach Egypten geführt. 
Bretter aus Rumelien und jene von Barten. Eregli und 
Abana zu 5 bis 9 Piques - Länge, 4 bis 7 Parmak Breite und 
1*4 Parmak Dicke werden zu 6 bis 40 Piastern je nach der 
Grösse verkauft, und davon hier beiläufig 100—150 Tausend 
Stücke verbraucht, während circa 450 Tausend Stücke nach 
Egypten geführt werden. 
Andere Holzarten werden hier nicht in grosser Menge ver 
braucht, und es findet sich davon für den etwaigen speeiellen 
Verbrauch in Constantinopel genug in den Wäldern des hiesigen 
Bezirkes, so dass daher ein Import derselben in die Türkei 
kaum erzielt werden könnte. 
Brennholz und Kohlen sind in der Türkei in grosser Menge 
vorhanden, doch ist auch der Verbrauch derselben, des ersteren 
namentlich bei den vielen türkischen Bädern, der letzteren 
namentlich durch die Gewohnheit der Orientalen, in den Mangals 
(kupfernen Glutpfannen) das ganze Jahr und den ganzen Tag 
hindurch glühende Holzkohlen zur Bereitung des Kaffee und 
für die Tsch.buks und Narghilles zu haben, sehr bedeutend, und 
da die überdies sehr theuere Steinkohle in Constantinopel in 
den Privathäusern fast gar nicht verwendet wird, durch das 
unregelmässige Aushauen, vielmehr planlose Verwüsten der 
Wälder bald das hier vorkommende Brennholz nicht mehr dem 
Consum genügen wird, könnte bald der Fall eintreten, dass 
dasselbe, wie jetzt exportirt, aus dem Auslande nach Constanti 
nopel, importirt werden muss. 
In den waldreichen Gemeinden Kleinasiens kann jede rEin- 
wohner sein Holz nach Bedarf in den Communal-, ja selbst auch in 
Privat-Waldungen schlagen, und in den der Regierung gehörigen 
Wäldern ist der Holzschlag mit einer 2O/ 0 igen Abgabe belegt. 
Die aus der Türkei selbst liieher gebrachten Bau- und 
Werkhölzer lassen sich nach Dimensionen, x \rt und Preis in 
nachstehenden Tabellen zusammenfassen: 
26 *
	        
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