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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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wegen  der  gesicherten  Rückfracht,  die  Frachtsätze  für  das  Holz
billiger  stellen  würden.
Der  Absatz  des  aus  der  Bukowina  und  dem  nordöstlichen
Siebenbürgen  (Ober-Csik)  kommenden  Holzes  ist  viel  beträchtlicher. ­
  Die  Comnmnen:  Koszna,Kirlibaba,Dorna-Vatra,Kandreny,
Czokanesty  etc.,  welche  grosse  Wälder  besitzen,  liefern  grösstentheils
  dieses  Holz,  welches  auf  den  Flüssen:  Burkulni,  Niagra,
Hasch,  Gura-Koloczel,  Orasa,  Borna-Kandreny,  Giorgiczeny,
Dorna,  Teschen  etc.,  welche  sich  einer  in  den  andern  ergiessen,
in  den  Fluss  Bistriza,  von  dort  bei  Bakan  in  der  Moldau  in  den
Szeret  und  von  da  bei  Galatz  in  die  Donau  geflösst  wird.
Die  grösstentheils  dem  Aerare  gehörigen  Producte  werden
jährlich  von  der  dortigen  Finanzbehörde  oder  von  den  betreffenden ­
  Communen  in  öffentlicher  Licitation  zu  Czernowitz  oder  an  den
Gewinnungsorten  selbst  und  zwar  theils  in  Schiffsbauholzstämmen, ­
  theils  in  Balken  oder  Brettern  verkauft.
Seit  mehreren  Jahren  hat  das  Handlungshaus  des  hiesigen
österr.-ung.  Staatsangehörigen  Herrn  Deodat  Czunt  alle  Holz-Producte
  der  dortigen  Gegend  im  Accordwege  übernommen,
und  eben  so  von  der  genannten  Direction  die  Ausbeute  des
Gebirges  von  Koschna  für  6  Jahre  gepachtet;  zu  welchem  Zwecke
die  Direction  auch  gegen  eine  bestimmte  Bezahlung  oder  gegen
Naturalabgabe  die  ärarischen  hydraulischen  Sagemühlen  zur
Disposition  der  Pächter  stellt.
Dieser  Handel  berechtigt  zu  grossen  Erwartungen,  wenn
sich  derselbe  gegen  das  nordöstliche  Siebenbürgen  ausbreitet,
doch  ist  hierzu  vor  Allem  eine  Regulirung  der  Flüsse  nothwendig,
um  einen  regelmässigen  Transport  des  Holzes  zu  ermöglichen,
was  bisher  fehlt,  da  die  Flössung  des  HolzeS  nur  bei  dem
Schmelzen  des  Schnees,  oder  bei  starken  Regengüss  en,  also  nur
wenige  Monate  im  Jahre  hindurch  geschehen  kann,  und  auch
noch  viele  holzreiche  Gegenden  bisher  wegen  Mangels  von  Wasserwegen ­
  nicht  ausgebeutet  werden  konnten.
Dem  ungeachtet  werden  schon  jetzt  nach  Constantinopel
beiläufig  400  bis  500  Tausend  Kubikfuss  Bretter,  im  Wertlie  von
80-  bis  100.000  Gulden  importirt,  während  an  unbehauenen
Klötzen  z.  B.  im  Jahre  1865  beiläufig  1000  bis  1400  Pluta  (Flösse)
im  Werthe  von  200  Tausend  Gulden  geschnitten  und  hieher
            
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