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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Wie bei allen Artikeln sind auch die Preise des Mohairs 
mannigfachen Schwankungen unterworfen, und werden sowol 
von allgemeinen Ursachen, wie von localen, zum grossen Theile 
auch von der Speculation stark beeinflusst, sie variirten im 
letzten Decennium zwischen 28 bis 58 Piaster per Oka für 
fair average. 
IV. Exportrichtung. 
Der grösste Theil des Mohairs wird nach England aus 
geführt und nimmt seinen Weg über Liverpool — wohin es auf 
den grossen Dampfern der Compagny Bibby und anderen ver 
laden wird-—nach den Mannfactur-Districten von Yorkshire, 
woselbst es zur Erzeugung der weltbekannten Mohairstotfe ver 
wendet wird. 
Die berühmtesten Etablissements sind die in der Nähe von 
Bradford gelegenen von 
John Förster & Comp, und 
Titus Salt & Sons, 
welche das Material zum grossen Theile durch ihre eigenen 
Agenturen in den Productions-Districten und in Constantinopel 
aufkaufen lassen. 
In den Docks von Liverpool selbst sind jedoch beständig 
grosse Quantitäten für Rechnung hiesiger Exporteure undSpecu- 
lanten meist Eingeborener aufgespeichert, deren Verkauf durch 
ihre dortigen Vertreter besorgt wird. 
Der Artikel lässt, mit Ausnahme von besonders günstigen 
Conjuncturen jetzt nur mehr einen kleinen Nutzen, da derselbe 
theils durch die directen Beziehungen der Fabrikanten am 
Productionsorte, theils durch die grosse Concurenz stark aus 
gebeutet wird. 
In früheren Jahren wurde auch ein guter Theil Mohairs 
nach Frankreich exportirt und in den Fabriksstädten Roubaix, 
Amiens etc. mit Erfolg verarbeitet. 
Die französische Industrie scheint aber die englische Con- 
currenz auf die Dauer nicht ertragen zu haben, und hat sich von 
diesem Zweige fast ganz zurückgezogen.
	        
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