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Wie bei allen Artikeln sind auch die Preise des Mohairs
mannigfachen Schwankungen unterworfen, und werden sowol
von allgemeinen Ursachen, wie von localen, zum grossen Theile
auch von der Speculation stark beeinflusst, sie variirten im
letzten Decennium zwischen 28 bis 58 Piaster per Oka für
fair average.
IV. Exportrichtung.
Der grösste Theil des Mohairs wird nach England aus
geführt und nimmt seinen Weg über Liverpool — wohin es auf
den grossen Dampfern der Compagny Bibby und anderen ver
laden wird-—nach den Mannfactur-Districten von Yorkshire,
woselbst es zur Erzeugung der weltbekannten Mohairstotfe ver
wendet wird.
Die berühmtesten Etablissements sind die in der Nähe von
Bradford gelegenen von
John Förster & Comp, und
Titus Salt & Sons,
welche das Material zum grossen Theile durch ihre eigenen
Agenturen in den Productions-Districten und in Constantinopel
aufkaufen lassen.
In den Docks von Liverpool selbst sind jedoch beständig
grosse Quantitäten für Rechnung hiesiger Exporteure undSpecu-
lanten meist Eingeborener aufgespeichert, deren Verkauf durch
ihre dortigen Vertreter besorgt wird.
Der Artikel lässt, mit Ausnahme von besonders günstigen
Conjuncturen jetzt nur mehr einen kleinen Nutzen, da derselbe
theils durch die directen Beziehungen der Fabrikanten am
Productionsorte, theils durch die grosse Concurenz stark aus
gebeutet wird.
In früheren Jahren wurde auch ein guter Theil Mohairs
nach Frankreich exportirt und in den Fabriksstädten Roubaix,
Amiens etc. mit Erfolg verarbeitet.
Die französische Industrie scheint aber die englische Con-
currenz auf die Dauer nicht ertragen zu haben, und hat sich von
diesem Zweige fast ganz zurückgezogen.