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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Die türkische Schiffahrts-Compagnie Azizie bedient auch 
die beiden Häfen Cara-Mus al und Ismid — aber, wie schon 
erwähnt, vermitteln zwischen diesen und Constantinopel meist 
Segelbarken den Verkehr. — Diesen gibt man in jeder Beziehung 
den Vorzug vor schlechten türkischen Dampfern, welche keine 
grössere Sicherheit bieten, als die Segelschiffe, auch weil bei 
Mangel an Quais und Docks im Hafen von Constantinopel die 
auf türkischen Dampfschiffen verladenen Güter erst eine kost 
spielige Umladung in die Lichterschiffe (Mahonen) erfahren 
müssen und von diesen in die Mauth gebracht werden. 
Die Dampfer müssen sofort bei Ankunft löschen, während 
die Segelschiffe einige Tage im Hafen bleiben, dann ihre Ladung 
direct an Bord der englischen Schiffe bringen oder direct im 
Zollhause abladen. 
Allerdings ist die Möglichkeit geboten, die Güter per Azizie- 
Dampfer zu versichern, aber zu einem für die kurze Strecke ver- 
hältnissmässig hohen Satze. 
Die Mauthgebühr ist ein fixer Satz — 20y 2 Centimes von 
1 Piaster per Oka — was dem laut Handelsverträge bestehenden 
Tarife von l»/ 0 auf den Durchschnittspreis von circa 
20 y 2 Piaster per Oka 
entspricht. 
Magazinage und kleine Spesen berechnen sie auf circa 
7 Piaster per Ballen. 
Assecuranz für Lagerhaus hier 
1—1 y 4 % per anno. 
Fracht nach Liverpool variirt von 
60—70 Lstg. per Tonne = 20 Centher. 
Einschiffungs-Spesen circa 
10 Piaster per Ballen. 
Zahlungs-Modus. Quantität der Ausfuhr. 
Alle Geschäfte werden gegen Cassa bei Uebernahme abge 
schlossen. 
Nach England werden jährlich circa 25.000 Ballen ä 70 Oka 
durchschnittlich exportirt. 
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