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Fabriken sich bald wie ein Gürte! um die ganze Stadt ausbreiteten,
doch bald die niedere und arme Volksklasse dieser
Arbeit bemächtigt, deren Erlernung ihr eine angeborne, natürliche
Intelligenz sehr erleichterte. Der Taglohn von 1 bisiy a Frcs.
und mitunter selbst bis zu Frcs. 1.75 und 2 Frcs. — den man in der
Regel zahlte und der noch gezahlt wird, lockt - die Arbeiterinen
an, die bei ihrer bisherigen Arbeit, die meistens in Sticken,
Nähen oder Weben bestand, nicht so viel verdienen konnten.
Mädchen und Frauen jeder Nationalität der hiesigen Bevölkerung
als: Türkinen, Armenierinen, Grieehinen und Jüdinen Hessen
sich herbei, und da bald die Zahl der Spinnerinen der Stadt
nicht mehr hinreichte, so mussten die umliegenden Dörfer Ersatz
leisten.
Dass sich die Spinnereien bald gegenseitig Concurrenz
machten und noch machen, und dadurch zur Aufrechthaltung
hoher Taglöhne beitrugen, liegt in der Matur des Industriezweiges
zu Gunsten der arbeitenden Classe.
Arbeitsstunden.
Die Arbeitsstunden richten sich hier, wie aller Handel und
Wandel nach dem Lauf der Sonne. Die Arbeit beginnt mit
Tagesanbruch und endet mit Sonnenuntergang. Im Sommer
werden den Arbeiterinen des Tages dreimal und im W inter
zweimal Ruhepausen von einer halben bis dreiviertel Stunden
bewilligt. Ebenso wird auch mit der Abnahme der Tageszeit die
Löhnung nach den ersten drei Monaten auf 1 </* Frcs. und 1 Frc.
reducirt.
Gegenwärtig befindet sich dieser Industriezweig zum grössten
Theil, wie auch von Anfang an, in den Händen der Armenier.
Einige Franzosen, die als Arbeiter hieher kamen, haben sich
schliesslich zur Selbständigkeit aufgeschwungen. Dann befassen
sich damit noch einige Griechen und Türken.
Umschwung und Veränderung der Verhältnisse
durch die Einführung der Seidenspinnereien.
Die Einführung und rasche Ausbreitung der Seidenspinnereien
veränderte die Lage des Seidenmarktes und den Charakter des