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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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2. auch die aus der letzten Coconliülle gewonnene Seide, 
die in der Filande nicht mehr abgehaspelt werden kann und 
daher nach Art und Weise der Bauernseide an einem solchen 
Haspel, noch so weit thunlich, abgesponnen wird. Oft werden 
diese letzten dünnen Coconshüllen auch vermischt mit doppelten 
Cocons abgehaspelt. 
Die Anlage XI verzeichnet die Preise von zwei Jahren 
1871—1872. 
Die doppelten Cocons werden alle mit dem Bauernhaspel 
abgewunden und ergeben eine im Faden gröbere und flockigere 
Seide als die des Sudak- und die als Doupions-Seide bezeichnet 
wird, wie sie als erste Qualität in dem Musterkasten B, Nr. 20 
zur Anschauung kommt. Ueber die Preise der letzten zwei Jahre 
1871 — 1872 beziehe ich mich an die Anlage XL 
Diese Doupions-Seide sowol, als die unter Ziffer 2 verzeich- 
neten Sudak-Seiden müssen, streng genommen, als Abfälle 
behandelt werden, insofern sie abfallende Producte der Spinnerei 
sind, und zwar diese Sudak, als letztes Seidenproduct des Cocons, 
als Seidenabfall und die Doupionsseide, als Product der sich in 
jedem Cocons-Einkauf vorfindenden doppelten Cocons (cocons 
doubles) als Cocons-Abfall. Wenn ich nun in der Folge auch die 
Seiden- und Cocons-Abfälle getrennt darstellen werde, so konnte 
ich nicht umhin, hier so zu verfahren, weil sich diese Gliederung 
von selbst aus dem engen Zusammenhänge mit dem Vorher 
gehenden organisch ergab und in dieser Weise auch eine bessere 
Uebersicht gewahrt bleibt. 
Diese beiden Abfälle werden vom Spinner stets zusammen 
berechnet und haben in den letzten Jahren in Folge der geringen 
Cocons-Qualitäten und der Japanrace, die viele doppelte Cocons 
mitfuhrt, nahezu urn’s Doppelte zugenommen; diese Zunahme 
bezieht sich hauptsächlich auf die Doupions-Seide. 
Die in der Anlage VI gegebene Aufstellung der Cocous- 
Renditen verzeichnete auch den jeweiligen Procentsatz per Jahr 
an Sudak- und Doupions-Seiden auf das Seidenergebniss berechnet 
vom Jahre 1859 an bis 1872, woraus sich ergibt, dass derselbe 
von 1859 bis 1866 von 6°/ 0 auf 9 66 /,oo% und von 1867 bis 1872 
von 12 auf 17% gestiegen ist. Das heisst, dass von je 100 Kilogr.
	        
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