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Smyrna, Konia, Jerusalem, Syrien, Alexandrien und Trapezunt
abgesetzt, muss aber bei der Meer-Ueberfahrt 8% Zoll zahlen,
wie die fremden Einfuhr-Artikel.
Es erübrigt mir nun noch einige Erläuterungen Uber die
doppelten Cocons
hinzuzufügen, die sich in ihren Qualitäten und Werthverhältnissen
in die bessere einheimische und die ihr nachstehende japanische
Qualität theilen.
Die Muster Nr. 34 und 35 bringen solche der Bagdad-, Bo-
chara und rumelischen ßacen, und Nr. 36 die der japanischen
Race zur Anschauung. Früher spannen die Spinner ihre doppel
ten Cocons alle selbst ab, seit sich dieselben aber zahlreicher
einfinden und der Doupion-Seidenverkauf eben durch die
bedeutende Zunahme des Artikels und die Concurrenz, die ihm oft
durch geringe persische Seide in Constantinopel und die Ein
fuhr nach Smyrna von italienischen billigen Doupions-Seiden
gemacht wird, finden manche Spinner oft mehr Convenienz, die
Cocons zu verkaufen, sei es am Platze an Private, die sie dann in
ihren Häusern abspinnen, sei es indem sie sie nach Marseille zum
Verkaufe consigniren, wo sie in letzter Zeit Frcs. 5—5-50 per Kilgr.
die (R.) Japanrace, Frcs. 6—7 per Kilgr. die einheimischen
Racen galten.
Die Abhaspelung dieser doppelten Cocons von Privaten
bildet eine eigene Erwerbsquelle, und es arbeiten so in vielen
Häusern der Stadt unter der arbeitenden Classe ein, zwei und
mehr Haspel. Ein Gleiches findet auch mit geringen Ausschuss-
Cocons statt. So betrieben z. B. seit drei Jahren einige eingewan
derte Türken aus Daghestan diess Geschäft, aber auf etwas
grösserem Fuss.
Bei der weitern Besprechung der Abfälle will ich nun
zunächst die übrigen Seiden-Abfälle der Reihe nach daistellen
und dann ein Gleiches mit den eigentlichen Coeonsabfällen thun.
Seiden-Abfälle.
In erster Linie erscheint darin die Strazza, französisch
Bourres de Soie, türkisch Kivik.