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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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stets gemischt und in Knäueln. Die Käufer erster Hand lassen 
daher die verschiedenen Qualitäten erst auslesen, reinigen und 
ausziehen, um der so assortirten Waare ein besseres Aussehen 
zu geben und verkaufen sie dann zu einem Durchschnittspreise, 
der gegenwärtig 12 Frcs. perKilgr. franco an Bord Constantinopel 
beträgt und die Qualitäten Nr. 37, 38, 39, 40, 41 in einem Assorti 
ment zu möglichst gleichen Theilen begreift. 
Der Versandt geschah früher meist nach Marseille; seit zwei 
Jahren aber findet er vorzugsweise nach England statt, wo bessere 
Preise gezahlt werden. 
Das jährlich erzeugte und versendete Quantum kann ich nicht 
genau angeben. Es lässt sich aber auf beiläufig 5000 Kilogramm 
schätzen, und würde daher beim Durchschnittspreise von 12 Frcs. 
einem jährlichen Werthe von 60,000 Frcs. und in den letzten sechs 
Jahren einem Quantum von ca. 30,000 Kilgr. im Werthe von 
360,000 Frcs. gleich kommen. 
Als nächstfolgender und bei weitem wichtigster Seiden-Abfall 
kommen die 
S t r u s s i, 
auch schlechthin Seiden-Abfälle genannt (ital. Struzzi, franz. Fri- 
sons, engl. Kuubs, türkisch Kamdschibaschi). Nummer 43 des 
Musterkastens C schliesst Muster in weisser, gelber und grüner 
Farbe davon ein. 
Dieser Artikel fällt ab beim Bürsten, respective Schlagen 
der Cocons durch kleine Besen, hier von Haidereisern (franz. 
brugere), die hiefür in Frankreich gefertigt und von dorten hiefür 
bezogen werden. 
Das Stück kommt auf 10—15 Centimes. 
Diess Bürsten ist das erste Verfahren, dem der Cocon in 
der Spinnerei unterliegt, und geschieht in kochendem Wasser. 
Durch die Hitze wird zunächst die Erweichung des die Cocons- 
fäden verbindendenGummis angestrebt und vermittelst desBürstens 
wird die erste unregelmässige und daher unabspinnbare Hülle 
abgenommen, bis man aut den einzelnen, sich regelmässig 
abspinnenden Faden kommt. 
So oft dann im Verlaufe des Spinnens dieser Faden sich 
unterbricht, was meist zwei- bis dreimal bei jedem Cocon
	        
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